Rat verweigert Vereinen mehr Geld für Sportplatzpflege

Von: sis
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Kreuzau. Die rund 20-prozentige Erhöhung der Zuschüsse für die Pflege der gemeindeeigenen Sportanlagen durch die Vereine ist vom Tisch. Zumindest vorläufig.

Die Verwaltung beabsichtigt aber, in der Sitzung des Kommunalparlamentes am 13. April das Thema noch einmal auf die Tagesordnung zu setzen.

Kurz vor 21 Uhr hatte am Dienstag der Rat die Erhöhung abgelehnt, war er nicht der Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses gefolgt. In der Diskussion hatten die Drei-Mann-Fraktionen FDP und Grüne ihre ablehnende Haltung wie im Hauptausschuss artikuliert: Die Erhöhung passe nicht in die politische Landschaft, argumentierten Professor Erik Meurer (FDP) und Astrid Hohn und plädierten für den Status Quo.

SPD und CDU sprachen sich für die Erhöhung von etwa 46.000 Euro auf 55.000 Euro aus. Rolf Heidbüchel, der Sprecher der Sozialdemokraten, forderte aber, dass Plätze wie in Bogheim und Leversbach ganz anders behandelt würden wie die Spielfelder in Drove, Kreuzau, Stockheim und Winden: „In Bogheim und Leversbach gibt es keine Vereine, die einen Meisterschaftsspielbetrieb auch mit Jugendmannschaften haben.” Deshalb beantragte Heidbüchel, dass vor der Auszahlung der Zuschüsse der Rat seine Zustimmung gebe müsse.

Für die CDU - ihr Sprecher Ingo Eßer wie auch der Bogheimer Ortsvorsteher Adolf Breuer waren befangen - verwiesen Stephan Servatius und Michael Tesch auf den Verteilungsschlüssel, den der Gemeindesportverband (GSV) mit den Vereinen erarbeitet hatte. Tenor: Die unterschiedliche Nutzung werde schon berücksichtigt. Die Vereine mit Jugendspielbetrieb bekämen schon mehr Geld für die Pflege der Plätze: „Ein Klub mit Jugendmannschaften erhält 38 Prozent mehr für die Pflege des gemeindlichen Eigentums.” Deshalb blieb die CDU auch bei der Verteilung der Gelder nach der Absprache zwischen GSV und Vereinen, ohne dass der Rat seine Zustimmung hätte geben müssen.

Und so kam es zu den Abstimmung, in denen weder die Sozialdemokraten noch die Christdemokraten eine Mehrheit für ihre Ansichten fanden, auch weil bei der Union die beiden befangenen Vereinsvertreter nicht mit abstimmen durften und mit dem Landtagsabgeordneten Rolf Seel und Lars Graßmann Ratsvertreter entschuldigt waren. Folglich bleibt es zunächst bei dem bisherigen Betrag von rund 46.000 Euro für die Pflege der Plätze.
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