Rat spricht sich gegen Deponie-Erweiterung aus

Von: smb
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Der Rat ist dem Willen der aufgebrachten Anlieger gefolgt und hat sich gegen eine Erweiterung der Deponie in Horm ausgesprochen. Foto: smb

Hürtgenwald. Der Rat der Gemeinde hat sich gegen eine Erweiterung der Deponie in Horm ausgesprochen. Eine entsprechende Stellungnahme, die nun an die Bezirksregierung geschickt wird, hat der Bürgermeister schon unterzeichnet.

In erster Linie geht es den Politikern darum, ihr Wort zu halten und die Belastungen der Bürger zu beenden. Darüber hinaus kritisieren sie das Vorgehen des Kreises, der zu spät informiert habe. Allerdings waren nur wenige Anlieger zur Ratssitzung gekommen.

„Wir stehen bei den Bürgern im Wort. Wir haben damals gesagt, dass die Zeit der Deponie endet und dafür setzen wir uns auch ein“, sagte Reiner Polzenberg (SPD). Und auch die CDU sprach sich trotz der Haushaltsbelastungen – die Deponie bringt Gewerbesteuern im niedrigen sechsstelligen Bereich – gegen einen Weiterbetrieb der Deponie aus. In einer anderthalbseitigen Stellungnahme weist der Rat unter anderem auf die Belastungen durch Staub, Gerüche und Lärm hin. Außerdem spricht der Rat von einem „nicht hinnehmbaren Risiko“, das aus der Ablagerung von Abfällen mit geringem Anteilen Arsen, Blei und Quecksilber resultiere. Außerdem wird angeführt, dass die Immobilien der Anlieger an Wert verlieren werden.

Bei drei Gegenstimmen aus der CDU wurde eine entsprechende Stellungnahme beschlossen. Einzig Guide Brüll (CDU) sprach sich offen für einen Weiterbetrieb der Deponie aus. Genehmigungsbehörde für die Erweiterung ist die Bezirksregierung in Köln. Diese wird voraussichtlich in den ersten drei Monaten des neuen Jahres zu einem Erörterungstermin, bei dem auch Gutachter anwesend sein werden, einladen. Die Stellungnahme der Gemeinde wird die Bezirksregierung in ihren Abwägungsprozess einbeziehen.

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