Rasante Fahrten statt Einkaufsstress

Von: Axel Keldenich
Letzte Aktualisierung:
köln2-bu
Mit großer Geschwindigkeit geht es in der Karthalle in Kerpen in die Kurve zur Sache. Foto: Axel Keldenich

Köln. Die Böller sind verhallt, das neue Jahr ist gestartet, mancher hat noch ein paar Tage Urlaub, und vielerorts reduzieren die Geschäfte ihre Preise. Für viele ist dies ein Signal, zu Hause aber auch in der Großstadt auf Schnäppchenjagd zu gehen.

Oft geht es dann Richtung Köln. Und immer wieder enden solche Tage auch einmal in Unzufriedenheit und Streit, weil die Kinder im Großstadttrubel überhaupt keinen Spaß daran haben.

Die Stadt Köln gibt deshalb zwei Tipps, wie alle Familien an solchen Tagen ihren Spaß haben können. Den ersten liefert der Winter mit den ungewohnten Schneemengen sozusagen frei Haus. Es bieten sich zahlreiche Rodelhänge an vielen Ecken der Stadt an.

Rodeln auf Kölner Hügeln

Gleich in der „Einflugschneise” von Düren aus liegt die Jahnwiese. 300 Meter breit, 50 Meter lang - die flache Piste hinter dem Rheinenergie-Stadion in Junkersdorf ist vor allem für kleinere Rodelfans gut geeignet.

Nächster möglicher Halt wäre am Aachener Weiher. Oberhalb des Aachener Weihers in Lindenthal laden mehrere Hänge zum Rodeln ein. Schon etwas mehr Fahrt können die Rodler auf dem Pilzberg im Beethovenpark aufnehmen. Dabei bietet eine großzügige Auslaufzone am Ende der 80 Meter breiten und 100 Meter langen Abfahrt genügend Sicherheit.

Der Herkulesberg, ein 25 Meter hoher Schuttberg aus Trümmern des Zweiten Weltkriegs, ist in Köln auch als „Mont Klamott” bekannt. Er garantiert Tempo und anspruchsvolle Bedingungen. Die gut 100 Meter lange Abfahrt ist meistens nicht so überfüllt, aber nur wenige Meter breit, und an den Seiten des holprigen Untergrunds stehen Bäume. Ein Fußweg kann auf der Piste an der Ecke Subbelratherstraße/Innere Kanalstraße im Grüngürtel als Sprungschanze benutzt werden.

Auf dem Vingster „Doppel-Berg” gibt es zwei Abfahrten hintereinander - getrennt durch eine kurze Ebene: Auf dem Hang in Vingst an der Kuthstraße können auf fest getretenem Schnee 100 Meter auf dem Schlitten zurückgelegt werden. Am Ende der Piste, auf der viele Familien rodeln, befindet sich ein Parkplatz und eine Hauswand.

Von der Kuppe des Hügels im Forstbotanischen Garten in Rodenkirchen kann in alle Richtungen abwärts gerodelt werden. Die Rodenkirchener Piste ist baumlos.

Etwas abenteuerlicher geht es da schon an den zwei Zollstöcker Bergen zu, denn wer hier zu spät bremst, kann bei der Abfahrt von den Schutthügeln zwischen den Hochhäusern in Zollstock schmerzhaft bestraft werden. Das Ende der etwa 15 Meter langen Abfahrt gegenüber des Kombi-Bads markieren Laternen, Bäume und ein Zaun.

Auch am linksrheinischen Ufer der Mühlheimer Brücke können Schlittenpiloten den Hang hinuntersteuern. Wer erst auf dem Heimweg in den Schnee will, kann das auf dem offiziellen Rodelhügel in Kerpen im Bereich des ehemaligen Tagebaus Frechen (Anfahrt über die Apollinarisstraße). Auf der 80 Meter langen Abfahrt, die eine kleine Kurve macht, kommt die ganze Familie sicher runter. Unterhalb des Hangs befindet sich ein Parkplatz.

Auf Schumis Spuren

Und wenn es über den langen Tag in der City dunkel geworden ist, gäbe es auch noch die schnellere Variante der Kinder-Belustigung. Rund um die Millionenstadt gibt es mehrere Kartcenter, in denen man solch einen Tag locker ausklingen lassen kann.

Auch hier liegt der erste Tipp schon auf halber Strecke zwischen Düren und Dom. Im ms-Kartcenter im Gewerbegebiet in Sindorf können Motorsportfans und solche, die es vielleicht noch werden, auf der 600 Meter langen Indoorstrecke Gas geben. Spätestens wenn die Kartfahrer auf der Indoorstrecke an einem original Formel-1-Rennwagen des siebenmaligen Weltmeisters Michael Schumacher vorbeirasen, ist die Illusion perfekt, dem Kerpener Rennsportidol ein Stück nähergerückt zu sein.

Standard ist hier auch das computergesteuerte Runden-Zeitmesssystem mit dem Ausdruck aller gefahrenen Rundenzeiten für die Rennteilnehmer. Für die jüngsten Gäste gibt es die Kinderbahn.

Auch auf der 380 Meter langen Rennstrecke im Kartcenter-Cologne an der Kelvinstraße 5-7 ist Abwechslung garantiert. Mit Tempo 60 rasen die Karts über die Gerade, bremsen scharf vor der Steilkurve ab, durchqueren zwei Tunnel und jagen über eine Brücke.

Die 7,5-PS-Karts werden alle zwölf Monate ausgetauscht, und die Techniker versprechen eine mehrmals tägliche Prüfung der Motoren, Fahrwerke und Bremsen. Während der Fahrt werden die Zwischenzeiten auf Monitoren am Streckenrand eingeblendet, und jeder Fahrer erhält nach dem Rennen die Ergebnisliste.

400 Meter ist eine Runde in der 4000 Quadratmeter großen Halle des „Le Mans Karting” an der Köhlstraße 37 lang. Mit quietschenden Reifen jagen dort bis zu zwölf Kartfahrer gleichzeitig durch neun Links- und fünf Rechtskurven bis ins Ziel.

Wie gut man dabei in der Zeit liegt, kann jeder Fahrer auf den Monitoren an der Start/Ziel-Linie während des Rennes prüfen. Dort werden die genauen Zwischenzeiten eingeblendet, so dass man seine aktuelle Leitung direkt sieht. Natürlich bekommt jeder Fahrer nach dem Rennen auch einen Ausdruck des Gesamtergebnisses.

Für Kinder ab sieben Jahren wird ein spezielles Jugendtraining angeboten.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert