Radsporttag in Nideggen: Sportler beleben historischen Kurs

Von: Bruno Elberfeld
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Peter Schumacher, Kurt Grossmann, Marco Schmunkamp und Heribert Mennen (v.l.) wollen Nideggen zum Zentrum eines jährlichen Radsporttages machen. Foto: Bruno Elberfeld

Nideggen. Drei Wochen ist es her, da hat der Verein Rureifel-Tourismus angekündigt, die Börderegion auch im Bereich Nideggen und Heimbach stärker als bisher für den Tourismus erschließen zu wollen. Zwei der Ideen: Geführte Radtouren und die Vermarktung der historischen ADAC-Rennstrecke.

Beides will man in ein Konzept einfließen lassen, um EU-Mittel nutzen zu können. Wie man beides perfekt miteinander verbinden kann, wird ganz unabhängig von diesem Plan der Nideggener Mountainbiker Kurt Grossmann am Sonntag, 25. September, präsentieren – er organisiert den ersten Nideggener Radsporttag.

Die Fahrer werden die alte Eifelrennstrecke unter ihre Räder nehmen. Die Mountainbiker fahren parallel dazu eine spannende Strecke über Feld- und Waldwege. Bürgermeister Marco Schmunkamp – er selbst wird mit dem Mountainbike teilnehmen – zeigte sich von diesem Event begeistert. „Ich bin immer für Bewegung“, sagte der Erste Bürger der Stadt, „und ich freue mich, dass die alte Eifelrenn-strecke wiederbelebt wird.“

Die knapp 32 Kilometer lange Strecke der Rennradfahrer – sie entspricht der Rennstrecke, die von 1922 bis 1926 für Autorennen benutzt wurde – beginnt in Nideggen und führt über Abenden, Blens, Heimbach, Hasenfeld, Schmidt und Brück zurück nach Nideggen. 90 Kurven und ein Höhenunterschied von 280 Metern bei einem Gesamtanstieg von 571 Metern sind zu bewältigen.

Die vom Veranstalter „nicht als besonders schwierig“ eingestufte Mountainbike-Strecke führt parallel dazu über Berg und Tal und berührt Berg, Abenden, Blens, Hausen, Heimbach, Hasenfeld, Schmidt, Brück, Zerkall und Rath und endet am Schulzentrum Nideggen. Sie ist 44,61 Kilometer lang. Der Gesamtanstieg beträgt 1038 Meter bei einer Höhendifferenz von 233 Metern.

Der Radsporttag fand in seinen Anfängen in Derichsweiler statt. In den vergangenen Jahren starteten die Biker von der Grundschule Obermaubach. Der Gründer dieser Radsporttage war Peter Schumacher aus Derichsweiler, bekannt durch seine jährlichen „Touren der Hoffnung“ für einen guten Zweck in dem jeweiligen Zielland.

Auch am Radsporttag in Nideggen wird er beteiligt sein, denn seine Idee, einen solchen Tag für einen sozialen Zweck zu veranstalten, wird auch in Nideggen weitergeführt. Der diesjährige Erlös soll für die Ausstattung eines Kinderspielplatzes auf Nideggener Stadtgebiet verwendet werden. Das Programm am Radsporttag bedarf strategischer Feinstarbeit.

Die Teilnehmer – Kinder, Jugendliche, Männer und Frauen, Familien, alle sind eingeladen – treffen sich an der Mehrzweckhalle des Nideggener Schulzentrums. Ab 8.30 Uhr bereiten dort Jugendfußballer des SC Mausauel und Nideggener Jungschützen ein Frühstück vor.

Das Frühstück kann, wie auch der Imbiss nach der Tour, gegen eine geringe Gebühr eingenommen werden. Derweil läuft die Eintragung der Teilnehmer in Listen. Das Startgeld beträgt mindestens fünf Euro, kann aber im Sinne des guten Zwecks aufgestockt werden. Für Kinder bis zum zwölften Lebensjahr sind Teilnahme und Verpflegung kostenlos.

Um 9.45 Uhr geht die Fahrt durch die Innenstadt von Nideggen zum Zülpicher Tor. Dort wird der Bürgermeister der Stadt Nideggen und Schirmherr der Aktion den Beginn des Radsposrttages einläuten. Zeitversetzt starten dort die einzelnen Gruppen, eingeteilt in Alters- und Leistungsklassen.

Die schnellere Gruppe der Rennradfahrer wird wahrscheinlich von Sven Rehbein, RSV Düren, über die alte Auto-Rennstrecke geführt. Peter Schumacher wird auf seinem Rennrad die gemäßigt schnelle Gruppe leiten. Robert Mennen, früherer „Deutscher MTB Marathonmeister“ und „Cape Epic Sieger“, leitet die schnellen Mountainbiker über Berg und Tal. Ihnen folgen die sportlich orientierten Biker. In einer dritten Gruppe schließen sich die „Genussbiker“ an.

„Jeder Biker kann so seinem Leistungsvermögen entsprechend fahren“, stellt Kurt Grossmann fest. Und: „Teilnehmer, die an diesem Tag ihr Leistungsvermögen überschätzt haben, werden durch die folgende Gruppe aufgefangen.“ Ein kostenloser Servicepunkt – technische Hilfeleistung und Verpflegung – wird in Heimbach eingerichtet.

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