Düren - Radrennen mit Motorrädern als Schrittmacher

Radrennen mit Motorrädern als Schrittmacher

Von: jan
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Probehalber ist Sven Rehbein, Starter und Mitorganisator bei Rund in Düren, die Strecke schon einmal abgefahren. Bei gutem Wetter verspricht die Veranstaltung, ein Spektakel zu werden. Foto: Guido Jansen

Düren. Wissen Sie, was ein Derny ist? Ursprünglich damit gemeint waren leicht gebaute Motorräder, die als eine Art Schritt- und Tempomacher für Radrennfahrer fungieren. Im Windschatten der Motorräder erreichen die Radfahrer höhere Geschwindigkeiten. Ein solches Derny-Rennen ist Teil der Rückkehr des Rad-Spektakels Rund in Düren in die Innenstadt.

Am 31. August findet das Rennen zum ersten Mal seit 15 Jahren wieder statt. Mit einem Derny als schnellem Zwischenspiel zwischen dem Rennen der C-Klasse und der Elite. Insgesamt 40 Mal flitzen die zehn Motorräder über die 800 Meter lange Strecke in der Innenstadt. Jedes hat einen Radfahrer in seinem Windschatten. Nach 20 Runden wechselt der Fahrer.

Zu den großen Favoriten beim Derny-Rennen zählt der Australier Luke Roberts. Er hat jedes große Rundrennen der Welt schon gefahren. Dass er über eine hohe Geschwindigkeit auf dem Rad verfügt, zeigte er bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen, als er Mannschafts-Olympiasieger bei den Bahnradfahrern wurde. Roberts wird nicht nur hinter dem Derny her flitzen, sondern später auch beim Eliterennen in die Pedale treten.

„Solchen Jungs macht das nichts aus, wenn sie vor dem eigentlichen Rennen schon einmal Vollgas gefahren sind“, sagt Sven Rehbein vom RSV Düren, dem Ausrichter von Rund in Düren. Roberts, der Aachener Michael Schweitzer oder die Niederländer Tjacko Coppens gehören zu den Favoriten beim Derny und dem anschließenden Rennen. Schweitzer gewann 2012 bei Rund um Düren, Coppens hatte im selben Jahr bei Rund um Merken die Nase vorne. Für den RSV nehmen Rehbein und Marsel Kropp die Doppelbelastung auf sich.

propos Rund um Düren: Start und Ziel des Rennens sind seit einigen Jahren in Kreuzau. „Deshalb hat Bürgermeister Paul Larue uns angesprochen, ob wir für Düren ein Rennen organisieren können“, schilderte Rehbein die Wiedergeburtsstunde von Rund in Düren. An der Seite des RSV-Vorsitzenden und Rad-Funktionärs Alexander Donike organisierte Rehbein die Rückkehr.

Der Zeitplan am 31. August sieht den Start des Rennens der U19 und C-Klasse für 17 Uhr vor. Um 18.15 Uhr beginnt das Derny, eine Stunde später starten die Radprofis und ambitionierten Amateure. Der komplette Kurs ist vergittert, die Innenstadt entlang der Strecke Kaiserplatz, Victor-Gollancz-Straße, Weierstraße, Wilhelmstraße, Ahrweilerplatz, Oberstraße, Marktplatz von 16 bis 21 Uhr für den Straßenverkehr gesperrt. Ab 15 Uhr herrscht absolutes Halteverbot entlang der Strecke. Spätestens ab 22 Uhr soll der Verkehr wieder normal fließen.

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