Rachel: „Kinderwunsch darf nicht am Beruf scheitern”

Von: ja
Letzte Aktualisierung:
Zuerst übergab Staatssekretä
Zuerst übergab Staatssekretär Thomas Rachel gestern den Förderbescheid über 240 000 Euro an Krankenhaus-Geschäftsführer Dr. Gereon Blum, dann nahm er sich Zeit für die „Klinik Pänz”. Foto: Abels

Düren. Die Investition hat sich für das Krankenhaus Düren bereits gelohnt. Seit das Klinikum im Dezember des vergangenen Jahres mit den „Klinik Pänz” einen eigenen Betriebskindergarten eingerichtet hat, konnten bereits sechs Mitarbeiterinnen gewonnen werden, für die ein arbeitsplatznaher und zeitlich flexibler Betreuungsplatz für das Kind entscheidend ist.

Teilweise haben die Mütter auch ihre Elternzeit verkürzt, freut sich Krankenhaus-Geschäftsführer Dr. Gereon Blum, dass das Angebot sehr gut angenommen wird und verweist - Stichwort Mitarbeiter-Bindung - auf das Beispiel zweier Ärztinnen, die nach der Geburt ihres Kindes bereits wieder an das Krankenhaus Düren zurückgekehrt sind. „Das hat uns teure Anwerbungskosten erspart”, betont Blum.

Der Schwerpunkt der „Klinik Pänz” liegt auf der U3-Betreuung, deren Ausbau von der Bundesregierung und vom Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert wird. Der Parlamentarische Staatssekretär und Bundestagsabgeordnete Thomas Rachel (CDU) überbrachte dem Krankenhaus einen Förderbescheid von 240.000 Euro. „Der Kinderwunsch einer Familie darf nicht an den beruflichen Pflichten scheitern”, erklärte Rachel das Ziel des Förderprogramms, das speziell auf Betriebskindergärten mit Angeboten für unter Dreijährige ausgerichtet ist. „Ein Betreuungsangebot direkt am Arbeitsplatz gibt den Mitarbeiterinnen die Sicherheit, dass ihre Kinder gut aufgehoben sind”, betonte Rachel, „so dass der Kopf frei ist für die Bewältigung der anstehenden Arbeiten.”

Im Krankenhaus-Kindergarten „Klinik Pänz” stehen 20 geförderte U3-Plätze zur Verfügung. Bis zum Jahresende soll die Zahl der Betreuungsplätze für Kinder zwischen vier Monaten und sechs Jahren auf insgesamt 30 erweitert werden. Denn der Bedarf ist groß, erklärt Projektleiterin Rosi Dorn, die mit Kita-Leiterin Andrea Oslender und den acht Fachkräften mit einer durchgängigen Betreuungszeit von 6 bis 20 Uhr, orientiert an den Schichtzeiten, Neuland betreten hat.

„So etwas hat es in Düren noch nicht gegeben”, betont Rosi Dorn, die daher eigens eine Unfallklinik in Murnau besuchte, die bereits 30 Jahre Erfahrung auf diesem Gebiet hat. „Und wenn eine Ärztin gerade im OP steht, ist auch eine Betreuung über 20 Uhr hinaus gewährleistet. Mittlerweile verfügt der Betriebskindergarten über zwei Gruppen. Und auch das Außengelände mit Sandkasten, Baumhaus und weiteren Spielgeräten ist bereits fertig.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert