Kreis Düren - Rachel bleibt Parlamentarischer Staatssekretär im Forschungsministerium

Rachel bleibt Parlamentarischer Staatssekretär im Forschungsministerium

Von: Sandra Kinkel
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Der gebürtige Dürener Thomas Rachel ist zum vierten Mal Staatssekretär im Bildungs- und Forschungsministerium. Foto: kin

Kreis Düren. Thomas Rachel bleibt Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesbildungs- und Forschungsministerium. Am Sonntagabend hat der Dürener einen Anruf von Bundeskanzlerin Merkel auf dem Handy bekommen, die ihn erneut in ihre Regierungsmannschaft berufen hat. Am Mittwoch wird er seine Ernennungsurkunde bekommen.

Damit wird Rachel zum vierten Mal in Folge Parlamentarischer Staatssekretär im Bildungs- und Forschungsministerium und arbeitet nach Annette Schavan, die von 2005 bis 2013 Ministerin war, und Johanna Wanka (von 2013 bis 2017 Bildungsministerin) jetzt bereits mit der dritten Bildungsministerin, nämlich Christdemokratin Anja Karliczek, zusammen. Im Gespräch mit Sandra Kinkel erzählt Rachel, wie er den Moment, als die Kanzlerin angerufen hat, erlebt hat und warum er mit Leib und Seele Staatssekretär ist.

Ruft die Bundeskanzlerin mit unterdrückter Nummer an oder haben Sie sofort gesehen, wer am Telefon war?

Thomas Rachel: Nein, sie hat mich in der Tat mit unterdrückter Nummer angerufen. Und da gibt es einige, die das tun. Ich wusste also keineswegs, wer dran war, als am Sonntagabend das Telefon klingelte.

Waren Sie aufgeregt, als Frau Merkel sich gemeldet hat?

Rachel: Das kann ich Ihnen sagen! Natürlich war ich nervös. Ich wusste ja auch überhaupt nicht, welche Nachricht sie mir übermitteln würde. Sie hätte mir am Sonntag genauso sagen können, dass ich als Staatssekretär im Bildungsministerium nicht mehr gebraucht werde. Es war wirklich spannend bis zum Schluss.

Wie war die Bundeskanzlerin am Telefon?

Rachel: So wie immer: sehr klar und zielorientiert und bestens informiert. So erlebe ich sie aber seit 2005, dem Jahr in dem sie Bundeskanzlerin geworden ist.

Wie glücklich sind Sie, zum vierten Mal Staatssekretär im Bildungs- und Forschungsminister zu sein? So eine Konstanz ist in der Politik mittlerweile ja eine Seltenheit geworden.

Rachel: Ich bin sehr glücklich. Für mich, aber auch für unsere Region ist das eine gute Entscheidung. Ich bin sehr froh, mich auch weiterhin für junge Menschen und ihre Ausbildung, für ihre Aufstiegschancen durch Bildung einsetzen zu können. Ich glaube, dass eine gewisse Konstanz schon wichtig ist. Ich kenne mittlerweile sehr viele Wissenschaftler, weiß, welche Themen wichtig sind und wo es Probleme gibt. Die Entwicklungen im Wissenschaftsbereich sind rasant, man lernt jeden Tag dazu. Umso notwendiger ist eine gewisse Stabilität.

Kennen Sie Ihre neue Chefin schon?

Rachel: Natürlich. Wir arbeiten in derselben Bundestagsfraktion zusammen und kennen uns gut. Ich habe auch schon mit ihr telefoniert. Sie hat mir gesagt, wie sehr sie sich über meine Ernennung zum Staatssekretär freut.

Immer wieder liest man, dass für Posten wie den des Ministers oder Staatssekretärs weniger die Qualifikation als Dinge wie Herkunft und Religionszugehörigkeit eine Rolle spielen. Wie sehr nerven Sie solche Aussagen?

Rachel: Die nehme ich gar nicht wahr. Wenn man zum vierten Mal in Folge zum Parlamentarischen Staatssekretär in einem Bundesministerium berufen wird, spricht das auch und in erster Linie für eine hohe fachliche Kompetenz.

Sind Sie enttäuscht, dass Sie zum vierten Mal Staatssekretär und nicht Minister geworden sind?

Rachel: Überhaupt nicht. Ich bin wirklich sehr glücklich, dass unsere Bundeskanzlerin mich zum vierten Mal hintereinander zum Staatssekretär ernannt hat und gehe in dieser Rolle voll auf.

Glauben Sie, dass die Regierung vier Jahre durchhält?

Rachel: Ja. Es wird Zeit, dass Deutschland endlich wieder eine Regierung bekommt. Wir haben viel zu tun, der ausführliche Koalitionsvertrag ist eine gute Basis für die jetzt beginnende Arbeit der Großen Koalition.

Sie bekommen am Mittwoch zum vierten Mal Ihre Ernennungsurkunde zum Staatssekretär. Ist das trotzdem immer noch ein besonderer Moment?

Rachel: Ja, ganz ohne Zweifel ist das ein sehr bewegender Augenblick. Ich werde Teil der Bundesregierung und trage ein hohes Maß an Verantwortung für unseren Staat und vor allen Dingen auch für seine Menschen. Das ist etwas Besonderes. Dessen bin ich mir sehr bewusst. Meine Frau wird diesen Moment mit mir teilen, und wir freuen uns schon darauf.

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