Düren - Queck baut den „Indemann“ des Saarlandes

Queck baut den „Indemann“ des Saarlandes

Von: Jörg Abels
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Die Dürener Stahlbauer fertigen das „Saarpolygon“ nach einem mittlerweile noch leicht modifizierten Entwurf der Berliner Architekten Katja Pfeiffer und Oliver Sachse. Visualisierung: Studio Aida
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Volker Laufenberg ist Projektleiter bei Stahlbau Queck. Foto: Abels

Düren. Das Dürener Stahlbauunternehmen Queck hat einen Prestigeauftrag ans Land gezogen. Volker Laufenberg und sein Team bauen in den kommenden Monaten das sogenannte „Saarpolygon“, „den ‚Indemann‘ des Saarlandes“, erklärt der Projektleiter.

Dass der Vergleich keineswegs hinkt, zeigt die Beschreibung der Berliner Architekten, die sich mit ihrer Vorstellung für die Gestaltung der „Landmarke Duhamel“, westlich von Saarlouis, in einem Ideenwettbewerb gegen mehr als 140 Konkurrenten behauptet haben. „Die Landmarke Duhamel ist ein Symbol für den tiefgreifenden Wandel, den die saarländische Industrieregion erlebt: Sie verweist auf die 250-jährige Tradition des saarländischen Kohlebergbaus und ist zugleich als Symbol zu verstehen, das neue Perspektiven eröffnet.“

„Wie der ‚Indemann‘ auf der Goltsteinkuppe am Tagebau Inden wird auch das ‚Saarpolygon‘ begehbar sein und dem Besucher einen imposanten Blick bis nach Frankreich und Luxemburg eröffnen“, erklärt Volker Laufenberg. Und wie beim „Indemann“ ist auch ein innovatives Beleuchtungskonzept vorgesehen, so dass die Menschen bereits von Weitem auf die imposante Stahlkonstruktion aufmerksam werden.

Vor wenigen Tagen hat der Förderverein Bergbau Erbe Saar, der Bauherr des Millionenprojekts ist, mit der Dürener Firma Stahlbau Queck einen Vertrag als Generalunternehmer abgeschlossen. „Das Projekt ist für uns eine besondere Herausforderung“, erklärt der Projektleiter mit Blick auf die nicht gerade alltägliche Konstruktion des fast 30 Meter hohen Polygons, das aus zwei Stützen mit einer Neigung von 45 Grad und einer Aussichtsplattform besteht. „Das statische System funktioniert nur mit der Brücke“, erklärt Volker Laufenberg. „Für die Standsicherheit werden in beiden Fundamenten über sieben Tonnen schwere Lagerroste eingebracht“, erklärt der Stahlbauer, der aktuell mit seinem Team in der Detailplanung steckt. Bis zum Jahresende soll das Fundament, für das Queck auf eine Fremdfirma zurückgreift, gegossen sein. „Bis März soll dann die Stahlkonstruktion stehen“, erklärt Laufenberg. Anschließend muss dann noch die Beleuchtungstechnik installiert werden. Mitte des kommenden Jahres soll das „Saarpolygon“ feierlich seiner Bestimmung übergeben werden.

Anders als zuletzt beim Bau eines Abschnitts für die Wuppertaler Schwebebahn aber werden die drei Teile der Stahlkonstruktion nicht komplett in Düren vorgefertigt und per Schwertransport angeliefert. „Dafür ist der Weg auf die Landmarke zu steil“, erklärt Laufenberg. Die Abraumhalde erhebt sich rund 150 Meter über das unmittelbar umgebende Gelände.

Das heißt für das Queck-Team: Es muss in Düren kleinteiliger vorproduziert werden. Die einzelnen, maximal zwölf bis 13 Meter langen Stahlelemente müssen dann im Saarland zusammenschraubt werden.

„Wir freuen uns, dass wir den Zuschlag für dieses Prestigeprojekt erhalten haben“, betont der Projektleiter. Gleichzeitig wurmt es die Lendersdorfer Stahlbauer, dass sie beim derzeit laufenden Neubau der Schoellerstraßenbrücke nicht zum Zuge gekommen sind, zumal derzeit nicht gerade viele Großprojekte auf dem Markt sind.

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