Puppen, Monster und Goethes „Die Braut von Korinth”

Von: Stephan Vallata
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Düren. Dr. Renate Goldmann harrt der Dinge, die da kommen werden, relativ gelassen entgegen. „Wir probieren das mal aus und gucken, wer kommt”, sagt die Direktorin des Leopold-Hoesch-Museums.

Dass die erste „Lange Nacht der Museen” am Samstag, 30. Oktober, auf großes Interesse in der Dürener Bevölkerung stößt, hält Goldmann für nicht ganz unwahrscheinlich - wohl auch deshalb, weil seit der Neueröffnung des Hauses vor vier Monaten bereits 15.000 Besucher die Schwelle zur Kunst der Gegenwart überschritten haben. 200 Veranstaltungen hat Goldmann seitdem gezählt und freut sich sehr über diesen „Etappensieg”.

Doch zurück zur Sache: Am Vorabend von Halloween steht das Leopold-Hoesch-Museum zwischen 17 und 24 Uhr jedem offen, der mag. Der Künstler David Gericke gestaltet mit Interessierten Objekte und Bilder zum Thema „Puppen, Monster und andere Schattenwesen”. Der Workshop dauert von 17 bis 20 Uhr.

„In der Phantasie des Menschen muss die dunkle Seite nicht zwingend boshaft sein”, lässt Gericke wissen. „Seit uralten Zeiten besitzt sie auch eine essentielle Attraktivität.” Die Teilnahme kostet 12 Euro.

Eine Lesung von Johann Wolfgang von Goethes Ballade „Die Braut von Korinth” gestalten Schauspieler Pelle Pershing und Gitarrist Goran Krivokapiv von 20 bis 21 Uhr. Darin wird der Vampirmythos in eine antike Kulisse eingebunden.

Führungen durch die aktuellen Ausstellungen „Interieur. Werkschau Andreas Schulze” und „Le Rouge et le Noir” mit Jeannine Bruno, Leiterin der Abteilung Kunstvermittlung, stehen ab 21 Uhr auf dem Programm. Musikalisch begleitet DJane Müller die gesamte Veranstaltung mit einer Mischung aus Elektro, House, Independent Music und klassischen Elementen.

Letzter Museumsdialog

Während der Museumsnacht gelten im Leopold-Hoesch-Museum die normalen Eintrittspreise von sechs Euro und ermäßigt drei Euro. Auch das Papiermuseum öffnet seine Pforten. Der siebte und letzte Museumsdialog in diesem Jahr findet übrigens am Donnerstag, 4. November, um 19 Uhr in der Cafteria des Hoesch-Museums statt. Gesprächspartner von Renate Goldmann ist dann der Künstler Otto Piene.
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