Prozess wegen räuberischer Erpressung wird kompliziert

Von: gkli
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Düren. Immer komplizierter wird der Fall gegen ein Trio, das sich wegen räuberischer Erpressung verantworten muss. Im Amtsgericht in Düren fand am Freitagnachmittag der zweite Prozesstag statt.

Der Sachverhalt: Ein selbstständiger Unternehmer gibt an, sich Anfang 2011 bei dem Bruder eines ehemaligen Mitarbeiters 9000 Euro geliehen zu haben. 15.000 Euro hätte er innerhalb von vier Wochen zurückbezahlen müssen, was zunächst nicht funktionierte. In diesem Zusammenhang sei er am 28. Januar 2011 in seinem Büro mit einer Waffe bedroht worden.

Mitarbeiter bezahlt ohne Leistung

Um die Schulden zurückzuzahlen habe er denjenigen, der ihm das Geld geliehen habe, ein Jahr lang als bezahlten Mitarbeiter eingestellt, ohne dass dieser jedoch tatsächlich gearbeitet habe. Am 8. Februar 2013 sei er erneut mit einer Waffe in einem PKW bedroht worden, diesmal sei es um 35.000 Euro gegangen.

Wie eine Zeugin auf Nachfrage eines Verteidigers schilderte, habe sich ihr Chef, der selbstständige Unternehmer, vor einigen Jahren von seinem Kompagnon getrennt. Bis dahin hatte die Firma zwei Geschäftsführer. Sie habe gehört, es hätten 100.000 Euro Abfindung fließen sollen. Auch sei regelmäßig der Gerichtsvollzieher in der Firma erschienen. Warum, wisse sie nicht.

Auf ihr Bitten an den Chef, bereits nach dem ersten Vorfall die Polizei zu rufen, habe dieser signalisiert, dass dies geschehen sei. Was nicht stimmte, wie sich später herausstellte. Erst nach dem zweiten Vorfall und auf erneutes Drängen sei die Polizei in der Firma erschienen.

Weiter kam zur Sprache, dass die Anstellung des Geldverleihers nicht durch das Firmenbuchungssystem lief, ihm aber wohl einen Aufenthaltstitel bescherte. Zudem gab es eine Barkasse, aus der Gehaltsabschläge gezahlt wurden. Im Laufe des Prozesses fielen die Worte „Geldwäsche“ und „Mafia“. Im Februar soll der Prozess fortgesetzt werden.

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