Düren - Provokationen, Streit, Streiche und Ängste

Provokationen, Streit, Streiche und Ängste

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Die Schüler des Literaturkurses der Jahrgangsstufe 12 der Heinrich-Böll-Gesamtschule erhielten für ihre schauspielerische Leistung langen Beifall.

Düren. Noch ein letzter Schluck Wasser, ein kurzer Blick in das Textbuch und dann hieß es „Vorhang auf“ für die Schüler des Literaturkurses der Jahrgangsstufe 12 der Heinrich-Böll-Gesamtschule Düren.

 In den folgenden 70 Minuten nahmen die Jungschauspieler das Publikum im voll besetzten Saal der Aula mit ihrem Stück „The Outsider Club“ mit auf eine Reise durch die Gefühlswelt von sechs Jugendlichen, die charakterlich unterschiedlicher kaum sein könnten.

Neue Charaktere

Da ist zum einen die Highschool-Prinzessin Claire (Nora Büker), die ehrgeizige Balletttänzerin Anna (Nele Blaeske), die zornige Fatima (Jasmin Same) sowie der Streber Brian (Maksim Klimov) und der aggressive Bender (Tobias Felten). An einem Samstagmorgen müssen diese sechs Schüler wegen unterschiedlicher Vergehen in ihrer Schule nachsitzen. Unter der strengen Aufsicht der Lehrerin Mrs. Vernon (Arzu Sümer) müssen sie in der Schulbibliothek einen Aufsatz darüber schreiben, wer sie sind.

Angelehnt an einen Teenagerfilm aus den 1980er-Jahren hat die Gruppe ein Theaterstück mit neuen Charakteren kreiert.

Unter der Leitung von Cornelia Rehling, die von ihren Regieassistentinnen Karina Mohammad und Saskia Küpper unterstützt wurde, schafften es die Schüler von Anfang an, die Spannungen und die Aggressivität innerhalb der Gruppe mit ihrem Spiel für das Publikum greifbar zu machen. Da flog auch schon mal ein Stuhl quer über die Bühne und ließ die Zuschauer zusammenzucken.

Überaus interessant war es mit anzusehen, wie die Teenager sich in den folgenden Szenen durch Provokation, Streit und Streiche immer mehr einander annäherten. Schließlich beginnen sie, von ihren Ängsten und Sehnsüchten zu erzählen und öffnen sich den anderen. Sogar der rebellische und besonders aggressive John Bender erzählt emotional von seinem gewalttätigen und primitiven Elternhaus, das ihn geprägt hat. Am Ende wird allen klar, dass sie sehr vielgemeinsam haben. Ob diese Erkenntnis zu einem dauerhaften Zusammenhalt führt, bleibt aber offen.

Die beeindruckende schauspielerische Leistung der angehenden Abiturienten hat mit Sicherheit auch ihren Ursprung in den zahlreichen Proben, die auch mal in den Ferien oder am Wochenende stattfanden. Besondere Akzente setzten die von Saskia Küpper gestalteten Filmsequenzen sowie die Ton- und -Lichtgestaltung von Sultan Alkan, Khalida Chaabou, Cilem Sungur und Laura Wolff.

Die schauspielerische Leistung beeindruckte das Publikum, das die Akteure mit einem besonders langen Applaus belohnte.

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