Düren - Protestaktion: Ist die Energiewende in Gefahr?

Protestaktion: Ist die Energiewende in Gefahr?

Von: sj
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Fünf vor Zwölf für die Energiewende? Auf dem Gelände der Dürener REA GmbH protestierten am Mittwoch Mitarbeiter, Politiker und Unterstützer gegen die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetz. Foto: Stephan Johnen

Düren. Die Botschaft ist deutlich: „Energiewende retten!“ Bundesweit haben Verbände und Unternehmen aus dem Sektor der Erneuerbaren Energien am Mittwoch eine Warnminute eingelegt, um gegen die Pläne der Bundesregierung zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zu protestieren.

 Unterstützung gibt es von der IG Metall und dem Deutschen Bauernverband. Die Dürener REA GmbH, die den Ausbau regenerativer Energien von der Planung bis zum Betrieb begleitet, hat sich an der Protestaktion beteiligt. Alle 18 Mitarbeiter legten um 11.55 Uhr die Arbeit nieder und protestierten gegen „das Ausbremsen der Energiewende“.

Ebenfalls vor Ort waren Mitglieder des BUND, des Aufsichtsrats der Energiegenossenschaft Bürgerenergie Düren sowie der Bundestagsabgeordnete Oliver Krischer und die Landtagsabgeordnete Gudrun Zentis (beide Grüne). Besonderer Augenmerk lag in Düren auf dem Ausbau der Windenergieanlagen an Land.

Die Windkraft-Befürworter fordern, dass die im EEG 2014 definierten jährlichen Ausbaumengen für die Windenergie an Land von 2500 Megawatt beibehalten wird. „Gerade in unserer Region gibt es leistungsstarke Standorte, die ideal sind“, ist der Energiepolitiker Oliber Krischer überzeugt. Zumal der vor Ort erzeugte Strom angesichts eines hohen Energiebedarfs auch vor Ort genutzt werde. Wer ernsthaft eine Energiewende wolle, dürfe nach Solar und Biomasse nun die Windenergie nicht „zum Auslaufmodell“ werden lassen.

REA-Geschäftsführer Hans-Willi Schruff kritisiert, dass ab dem 1. Januar 2016 ohne Gewährung einer Übergangszeit Projekte, die die Freigrenze von einem Megawatt überschreiten, ausgeschrieben werden müssen. Ein einzelnes, modernes Windrad erziele dabei schon 2,5 bis 3 Megawatt Leistung. „Für kleinere Projekte vor Ort und Bürgerprojekte bedeutet dies das Aus“, befürchtet Schruff. In einem Ausschreibungssystem müsse es Ausnahmen für kleinere Unternehmen und Bürgerenergieprojekte geben. Bei der Windenergie an Land wäre beispielsweise eine Ausnahmeregel bis 18 Megawatt auch mit den EU-Beihilfeleitlinien vereinbar.

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