Protest gegen Trianel-Pläne: Schamanin eröffnet indianisches Medizinrad

Von: smb
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Schamanin Marie Theres Rongen eröffnete ein indianisches Medizinrad. Sie stellte Kerzen und Natursymbole auf und rief unter dem Rasseln der anderen Teilnehmer die Naturkräfte. Foto: Berners

Schwammenauel. Für Miriam Adams und ihre Familie hat der Rursee eine wichtige Bedeutung. Und auch wenn Miriam Adams weiß, dass der See kein natürliches Gewässer ist, so denkt sie dennoch, dass sich im Laufe der Jahrzehnte eine schützenswerte Natur entwickelt hat, und dass sich viele Naturgeister rund um den See angesiedelt haben.

Diese Natur wollen die Heimbacherin und ihre Mitstreiter, unter anderem die Künstlerin Luise Kött-Gärtner sowie Laurenz und Marianne Bresgen, schützen. Vom geplanten Pumpspeicherwerk, dessen Unterbecken der Rursee sein soll, und den dafür notwendigen Bauarbeiten halten sie nichts.

Um den „Geist des Ortes“, die Landschaft und den See zu stärken, hatten sie Samstagnachmittag zu einem schamanischen Ritual an die Anlegestelle in Schwammenauel eingeladen. Rund 50 Personen jeden Alters waren gekommen, um sich auf diese etwas andere Art gegen das geplante Projekt einzusetzen. „Wir wollen einen heiligen Raum öffnen, der Hilfe bringen soll. Wir wollen Heilung für die Erde und wir wollen mit Sanftmut kämpfen“, erklärte die Eschweiler Schamanin Maria Therese Rongen.

Sie eröffnete ein indianisches Medizinrad, indem sie Kerzen und Natursymbole aufstellte und unter dem Rasseln der anderen Teilnehmer die Naturkräfte rief. Die wenigen Spaziergänger, die am Samstag unterwegs waren, schauten sich das außergewöhnliche Geschehen an – die einen interessiert, die anderen skeptisch.

Es wurde getanzt, getrommelt und gesungen, Düfte wurden verbreitet. Jeder konnte seine Bitten und Wünsche für den Rursee einbringen.

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