Prostatakrebs: Der Erhalt der Lebensqualität ist das oberste Ziel

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Die Referenten des vierten Vortragsabends zum Thema „Prostatakrebs“ stellten Behandlungsoptionen und weitere Angebote für Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakrebs vor.

Düren. Ängste und Sorgen nehmen – das war das Ziel der Urologen im Krankenhaus Düren für den letzten Abend ihrer vierteiligen Vortragsreihe zum Prostatakrebs. Das vierte Patientenforum hatten sie dem emotional schwierigsten Thema gewidmet.

„Und nun? – Möglichkeiten beim unheilbaren Prostatakarzinom“ war der Titel des Abends, der bereits eine wichtige Botschaft enthielt: Es gibt auch noch gute und wertvolle Behandlungsoptionen im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung.

Dr. Guido Breuer, Leitender Oberarzt der Urologie im Krankenhaus Düren, stellte zu Beginn der Veranstaltung die Systemtherapie vor: Wenn Krebszellen über das Lymphsystem im Körper gestreut haben und Knochen oder Lunge angreifen, gebe es neben der Chemotherapie weitere erfolgversprechende Möglichkeiten, sagte Dr. Breuer. Die sogenannte Hormonentzugstherapie, die stetig weiterentwickelt werde. Neue Medikamente mit immer besserer Wirkung kämen auf den Markt, sagte Dr. Breuer.

Auch Chefarzt Dr. Christof Börgermann ging in seinem Vortrag auf die medizinischen Möglichkeiten beim metastasierenden Prostatakarzinom ein. Er stellte die umfassenden Angebote einer professionellen Schmerztherapie vor.

Sehr belastend für Patienten mit Prostatakrebs ist es, wenn das Wasserlassen nicht mehr funktioniert. Auch dafür haben die Ärzte Lösungen, betonte Dr. Börgermann und stellte verschiedene Verfahren vor. Der Erhalt von Lebensqualität auch im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung sei das oberste Ziel, sagte der Chefarzt.

Als Gäste hatten die Urologen des Krankenhauses Dr. Günther Heck und Werner Conen vom Ambulanten Hospizdienst Hospiz Rureifel e.V. eingeladen. Sie stellten die Arbeit ihres Hospizdienstes und die Möglichkeiten einer palliativen Behandlung vor. Dabei gehe es nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben. Beide luden dazu ein, die Angst vor dem Begriff „Hospiz“ abzulegen und sich früh über die Angebote zu informieren.

Neben der Information hatten die Urologen des Krankenhauses ihre Vortragsreihe mit einem weiteren Ziel verbunden: Sie wollten den Bundesverband der Prostatakrebs-Selbsthilfe bei der Gründung einer lokalen Selbsthilfegruppe unterstützen. Dieses Ziel ist nun erreicht: Im Anschluss an den letzten Vortragsabend traf sich die neue Dürener Selbsthilfegruppe Prostatakarzinom zu ihrer Gründungsversammlung. Chefarzt Dr. Börgermann und seine Kollegen werden die Gruppe künftig intensiv begleiten.

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