Projektwoche: Auf Spurensuche nach früheren Zeiten

Von: Hendrik Buch
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Felix aus der 1c erklärt den anderen Schülern die Schatzsuche – die ist bei den Kindern besonders beliebt. Foto: Hendrik Buch
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Die jungen „Aborigines“ machten mit ihren selbst gebauten Didgeridoos mächtig Lärm.

Düren. „Der Uluru ist der Heilige Berg der Aborigines und darum mögen sie es auch nicht, wenn Touristen den Berg besteigen“, berichtet Nils aus der 4a über das auch als Ayers Rock bezeichnete Wahrzeichen Australiens.

Gemeinsam mit einer Gruppe aus Schülern aller vier Jahrgänge der Dürener Südschule hat er in der Projektwoche „In früheren Zeiten“ das Leben der Ureinwohner Australiens erforscht und weiß den anderen Schülern auf dem abschließenden Schulfest viel zu berichten: „Die Aborigines essen am liebsten Känguru und das oft noch mit Fell“, erklärt der Viertklässler sachlich, während sich die Minen seiner Mitschüler bei dem Gedanken verziehen.

Neben den Aborigines konnten die Besucher des Schulfestes der Katholischen Grundschule viele weitere Geschichten erleben. Von der Steinzeit angefangen erzählten die Stände der einzelnen Gruppen von den Rittern, Kelten, Piraten, und, und, und.

Seit Montag hatten die Grundschüler an ihren Projekten gearbeitet, hatten gebastelt oder waren auch auf Exkursion – ins Neandertal-Museum oder zum Römerbad nach Zülpich.

Über die Klassen übergreifende Projektarbeit berichten die Lehrer nur positiv. „Wenn die Viertklässler den jüngeren Schülern den Zirkel erklären, ist das doch ideal“, berichtet die Leiterin der Pyramidengruppe, Frau Bovelett, aus ihrem Projekt: „Die Kleineren lernen natürlich gerne von den Großen und die sind wiederum stolz, erklären zu können.“

In der Gruppe haben die Schüler Pharaonenmasken gebastelt und vieles mehr. „Auch die Ägypter haben schon gespielt“, erklärt Celina aus der Klasse 2a stolz, „wir haben alle Regeln gelernt!“ Am Stand der Gruppe können die anderen Schüler die ägyptischen Spiele spielen, dafür gibt es dann einen Stempel. Und wer am Ende alle Projekte besucht hat, erhält dafür einen kleinen Gewinn.

Um die Stände herum herrscht daher natürlich reichlich Trubel, denn neben den Schülerinnen und Schülern wollen selbstverständlich auch die Eltern und Verwandten die Arbeit des Nachwuchses bewundern. Daneben sind auch zwei Bandauftritte zur Unterhaltung der Schüler und Gäste organisiert.

„Das Andrea Katzenberg-Ensemble hat hier Cajóns gebaut und sie uns für den Musikunterricht geschenkt“, freut sich Schulleiterin Susanne Senhen über die aus Holz gefertigten Kistentrommeln. „Solche Projektwochen sind immer ein Highlight und auch pädagogisch einfach klasse“, fasst sie die vergangene Woche zusammen, in der sie nicht einmal von Streit oder Zank gehört habe.

Bereits im Mai hatten die Schulkinder die Projekte, in denen sie sich engagieren wollten, selbst ausgesucht. „Das steigert natürlich das Interesse am Thema und verbessert das Lernklima“, erklärt die Schulleiterin, „leider kann man nicht immer im Projekt arbeiten.“

Den Erlös der Veranstaltung stellt die Schule zur Hälfte dem Kinderheim St. Josef in Düren zur Verfügung. „Es kommt hier alles dem guten Zweck zu, daher freuen wir uns, dass uns auch die Eltern so gut unterstützt haben“, dankt Schulleiterin Susanne Senhen den Gästen auf dem Schulhof. Dieser ist den ganzen Tag gut gefüllt. Alle Aktivitäten finden im Freien statt und in jeder Ecke sieht man spielende Kinder.

Ein Stand ist dabei besonders beliebt, wie eine lange Schlange erkennen lässt: Bei der Schatzsuche der Piratengruppe leuchten die Kinderaugen.

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