Merzenich - Projektarbeit von Gesamtschülern findet nach 19 Jahren ihren Abschluss

Projektarbeit von Gesamtschülern findet nach 19 Jahren ihren Abschluss

Von: fjs
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Auf die Spuren der jüdischen Menschen, die zwischen 1736 und 1896 an der Klosterstraße in Merzenich lebten, begaben sich vor 20 Jahren Gesamtschüler. Jetzt erinnert ein Schild an die ehemaligen Mitbürger. Foto: fjs

Merzenich. Es gibt Dinge, die brauchen bis zum guten Ende etwas länger. Im Januar 1998 haben sich Schüler der damaligen Klasse 7b der Gesamtschule Niederzier/Merzenich auf den Weg gemacht, in einer Projektarbeit zum Thema „Spurensuche in Merzenich“ das Leben jüdischer Familien im Ort zu untersuchen.

Von 1736 bis 1896 lebten die Familien in der Klosterstraße, die damals als „Judengasse“ bezeichnet wurde. Das Ergebnis dieser Projektarbeit, entstanden in Kooperation mit dem Heimat- und Geschichtsverein, schickten Gesamtschüler ins Rathaus. Verbunden mit dem Antrag, an dem Straßenschild der Klostergasse den Zusatz „Hier lebten von 1736 bis 1896 jüdische Familien“ anzubringen.

Jetzt war es endlich so weit. Im Beisein von Schülern der aktuellen 7b der Gesamtschule und Ratsmitgliedern enthüllte Bürgermeister Georg Gelhausen (CDU) das damals beantragte Straßenschild an der Ecke Bergstraße/Klosterstraße.

Josefine Pütz, die sich mit der Erforschung der Juden in Merzenich ebenfalls beschäftigt hatte, wusste zu berichten, dass die damalige Projektarbeit der Schule mit Landesmitteln gefördert und mit einem Preis ausgezeichnet wurde. „Leider existiert nur noch ein Exemplar dieses einmaligen Schatzes“, bedauerte der Bürgermeister, der das schriftliche Ergebnis der Projektarbeit samt Antrag vom 9. Januar 1998 nach seinem Amtsantritt in seinem Büro entdeckt hatte.

Hermann-Josef Gerhards, der in diesen Tagen als Leiter der Gesamtschule in den Ruhestand ging, verwies auf die Bedeutung der Aufarbeitung jüdischer Geschichte für die Gemeinde: „Die Schule hat in der Gesellschaftslehre immer wieder Themen aus der Region angepackt.“

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