Düren - Prognose: Mehr Betten locken mehr Gäste nach Düren

Prognose: Mehr Betten locken mehr Gäste nach Düren

Von: Sarah Maria Berners
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Sehenswürdigkeiten und Unterkünfte sind auf der Rückseite des Stadtplanes aufgeführt. Auch das neue Dorint-Hotel steht schon auf der Liste. Erhältlich ist der Plan im iPunkt.
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WIN.DN-Geschäftsführer Winfried Kranz-Pitre.

Düren. 120 neue Hotelzimmer wird es im kommenden Jahr in Düren geben, wenn im Bismarck-Quartier das Vier-Sterne-Dorint-Hotel öffnet. Mächtig Konkurrenz für die bestehenden Übernachtungsbetriebe, könnte man meinen.

Aber: „Wenn das Angebot steigt, steigt auch die Nachfrage. Die Annahme, dass mehr Betten zu einer geringeren Auslastung führen, ist falsch“, betont Winfried Kranz-Pitre, Geschäftsführer der Dürener Wirtschaftsförderung (Win.DN). Im Gegenteil: Die Gästezahlen würden mit dem Angebot steigen, auch weil die verschiedenen Betriebe verschiedene Zielgruppen ansprechen.

Im Falle des Dorint-Hotels seien das zum Beispiel Geschäftsreisende, die bislang in Köln oder Aachen untergebracht seien. „Der Kuchen wird größer, die Stadt insgesamt wird davon profitieren.“ Seine Argumentation untermauert Kranz-Pitre mit einigen Vergleichen: Die Auslastungsquote der aktuell zehn Dürener Übernachtungsbetriebe liege bei 43 Prozent.

„Das klingt für den Laien nicht nach viel. Das ist aber eine ganz gute Quote, auch im Vergleich mit anderen Städten. Zur Verdeutlichung: Die Quote von Köln liegt bei 50 Prozent“, erklärt Kranz-Pitre. „Die vergleichbare westfälische Stadt Rheine hat eine ähnliche Auslastungsquote wie Düren, aber doppelt so viele Betten.“

Das Dorint-Hotel sieht der Wirtschaftsförderer demnach nicht als Gefahr für die anderen Betriebe. Gleichwohl müssten sich alle Hotels immer wieder hinterfragen, wie wettbewerbsfähig sie sind, und sich den Anforderungen ihrer Zielgruppen entsprechend aufstellen. Bei Modernisierungen gelte es, kontinuierlich dranzubleiben. In diesen Fragen berate die Wirtschaftsförderung die Betriebe. Eine weitere wichtige Aufgabe sei das vernetzte Vermarkten und Bewerben der Stadt und ihrer Angebote.

Ohne Geschäftsreisende komme vor allem unter der Woche keines der Hotels aus, weiß Kranz-Pitre. Doch auch Touristen – vom Pilger über Annakirmesbesucher bis hin zum Fahrradtouristen – steuerten Düren an. Und so gebe es in den Hotels auch Spezialisierungen. Ein paar Beispiele für die Bandbreite in Düren: Der Jägerhof in Rölsdorf ist das Stammhotel für die Bundesliga-Gäste der Powervolleys, der Mariaweiler-Hof setzt aufgrund seiner Nähe zum Ruruferradweg auch auf Radtouristen, Dürens Posthotel wirbt als Tagungshotel und setzt unter anderem auf Bildungsangebote, das „Rote Einhorn“ (Vier Sterne) bezeichnet sich als Ziel für „Pferdefreunde, Wanderer, Biker und Golfer“. Wie das Dorint-Hotel mit seinem 400 Personen fassenden Konferenzsaal will auch die Betreiberin des „Roten Einhorns“ eine Lücke im Bereich der Hotels für Geschäftsreisende zwischen Köln und Aachen schließen.

„Es ist die Vielfalt, die einen Standort attraktiv macht“, sagt Kranz-Pitre. Vor diesem Hintergrund sei eine weitere Entwicklung wünschenswert. Zudem sei es der wichtig, Gäste aus der Eifel – die Niederländer bleiben durchaus auch 13 Tage in Heimbach – für einen Tag nach Düren zu lotsen, um so im „Oberzentrum“ von der Ferienregion Eifel zu profitieren.

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