Professor Michael Grade orientiert sich an den Werken Albrecht Dürers

Von: Bert van Londen
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Bricht mit einer großformatigen Collage seine Ausstellungsphilosophie in der Galerie Kunstwerk: Prof. Michael Grade mit Laudatorin Prof. Dr. Monika Krein-Kühle (links) und Galeristin Marita Jaeger. Foto: Bert von Londen

Heimbach. Sein großes künstlerisches Vorbild ist niemand geringeres als Albrecht Dürer – und mit seiner aktuellen Ausstellung in der Heimbacher „Galerie Kunstwerk“, Hasenfelder Straße 6, macht Michael Grade dem genialen Dürer alle Ehre. „Voyage – Paysage – Image“ (Reise – Landschaft – Bild) lautet der Titel der aktuellen Ausstellung, mit der er nicht nur Fachleute einmal mehr auf sich aufmerksam macht.

Die Ausstellung zeigt Tintenstift-Zeichnungen und vergleichende Fotografien aus der französischen Provence und der Eifel. In einem der vier Galerieräumen präsentiert er zudem eine Multimedia-Installation zum Verweilen und „Erfrischen“.

Mit einem lachenden Auge umschreibt der Künstler seine Installation als „dadaistisch-inspirierte Überraschungsaktion. Eine „akustische Performance“, die Michael Grade als „Publikumsbesprechung“ umschreibt, ergänzt die visuelle Bilderschau. Seit längerem arbeitet er an einer Publikation, in der er gesammelte humoristische Sprüche, Wortspiele, Schüttelreime rezitiert. Besonders liebgewordene humorvolle Weisheiten bietet er auf der Ausstellung als Postkarten zum Verkauf. Im Hintergrund des Ausstellungsraumes sind viele der Sprüche vom CD-Player zu hören.

„Ich möchte zeigen, wie sich die Zeichnung als künstlerisches Genre mit Leichtigkeit gegen die Fotografie behauptet und in ihrer Aussagekraft immer wieder übertrifft“, erklärt Prof. Michael Grade, der mit der Ausstellung in der Heimbacher „Galerie Kunstwerk“ seine inzwischen 60. Ausstellung bestreitet. So manch’ neue Erkenntnis und unerwartete Überraschung offenbart die Möglichkeit der vergleichenden Betrachtung. Denn Grade präsentiert seine 25 filigranen Tintenstift-Zeichnungen mit Motiven aus dem nördlichen Teil der Provence, sowie weiteren zehn Motiven aus der Eifel immer mit einer vergleichbar großen, gleichzeitig aufgenommenen Farbfotografie.

Michael Grade schuf seine Werke ausnahmslos im Freien, bei prallem Sonnenschein, wogendem Wolkenhimmel oder bei Kälte und Schnee – „en pleine nature“ wie es im Französischen heißt. Seine Intention erklärt er wie folgt: „Die besondere Atmosphäre des Freiluft-Zeichnens ist mit nichts anderem vergleichbar. Plötzlich ziehen Wind und Wolken auf und verändern die Stimmung des Motivs, bringen erste Regentropfen herbei, zerren am Zeichenpapier und bringen es zum Flattern.

Immer wieder fluktuieren Sonnenlicht und Schatten, oder lösen sich plötzlich auf – so dass es schwer fällt, beim Zeichnen mit der Dynamik der wetterbedingten Landschaftsveränderungen mitzuhalten.“ Grade ziseliert mit seiner gekonnten Gegenüberstellung heraus, dass die Landschaften auf seinen Fotografien statisch, stoisch und sachlich wirken, während seine Zeichnungen den gleichen Ausblick weit dynamischer und mit Empathie und Leben füllen.

Prof. Michael Grade zeichnet seit seiner frühesten Jugend. Elfjährig fand er einen besonderen Reiz daran, geografische Landkarten nachzuzeichnen. Mit 16 Jahren hatte er die nötige Technik, die er auch heute noch verwendet, bereits verinnerlicht. Auf die Frage, was für ihn an dieser Ausstellung das Besondere ist, lächelt er und gibt bereitwillig Auskunft: „Es ist meine allererste reine Zeichnungsausstellung und meine 60. insgesamt. Ich freue mich ganz besonders dieses Jubiläum in der Heimbacher „Galerie Kunstwerk“ feiern zu dürfen und darüber, dass Frau Prof. Dr. Monika Krein-Kühle meine Laudatorin ist.“

Die Ausstellung „ Vayage – Paysage – Image“ ist noch bis Dienstag, 6. August, zu sehen. Geöffnet ist sie samstags und sonntags von 13 bis 18 Uhr. Weitere Informationen gibt es im Internet unter der Adresse www.galerie-kunstwerk-heimbach.de.

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