Proben für „die chinesische Nachtigall“ in der heißen Phase

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Es kostet viel Zeit und Durchhaltevermögen, um ein Musical einzustudieren. Den Kindern macht das aber großen Spaß. Jetzt fiebern sie den beiden Aufführungen entgegen.

Düren. Der Kaiser von China verbannt die Nachtigall, die so wunderschön singt, aus seinem Garten, weil er vom japanischen Kaiser eine künstliche geschenkt bekommt, die er erst mal viel spannender findet. Was aber geschieht im Angesicht des Todes, wenn auch die Technik versagt?

Das zauberhafte Märchen von Hans-Christian Andersen „Die chinesische Nachtigall“ hat A.Schmittbauer zu einem witzigen Musical verarbeitet, in dem die Musik mal rockig, mal melancholisch daherkommt. Letztendlich geht es um Fragen von Kunst und Künstlichkeit in einer globalisierten und technikgläubigen Welt, in der die Natur oft an den Rand gedrängt wird. Schon seit Jahren setzen die Süd- und die Martin-Luther Schule mit ihren Vokalklassen, gefördert durch das Land, genau diesem Trend etwas entgegen.

Probenwochenende

So ging es zusammen mit dem Kinderchor der Pfarren von St. Anna und St. Marien mit über 60 Kindern in die Jugendherberge nach Aachen, um Szenen und Musik des Musicals intensiv zu proben. Während Hans-Josef Loevenich, Kantor an St. Anna und Leiter der Pfarrsingschule, die Chöre schon sehr sicher und klangschön vorbereitet hatte, gab Stimmbildnerin D. Bosenius vor allem den jungen Solisten den letzten Schliff.

Um die Inszenierung und szenische Darstellung kümmerte sich Vokallehrerin R. Zachner. Sie ermunterte die noch etwas schüchternen Kinder einfühlsam und wenn nötig mit drastischen Demonstrationen und staunte über manche Naturtalente, die Ausdruck und Spielfreude schon eindrucksvoll einbrachten.

Neben den Proben gab es für die jungen Sänger aber noch genug Gelegenheit, draußen zu toben oder aber spät abends die ein oder andere „Zimmerparty“ zu feiern. Schließlich hatte man außer mit Texten und Spielanweisungen ja auch mit dem Bettenmachen oder sogar mit Bauch- oder Heimweh zu kämpfen.

Loevenich unterstützte die Kinder immer wieder mit Humor und viel Gelassenheit. Er weiß: „Diese Erlebnisse stärken in unschätzbarer Weise die Persönlichkeit unserer Schülerinnen und Schüler, sie wachsen daran.“

In der heißen Phase der Vorbereitungen sind nicht zuletzt auch die vielen helfenden Eltern wichtig, die das Bühnenbild malen, die aufwendigen Kostüme nähen oder zum Probeschminken in die Jugendherberge kamen. Sogar die Tageseinrichtung „Die Kette“ konnte gewonnen werden, um mit psychisch erkrankten Menschen etliche Requisiten für die farbenfrohe Ausstattung herzustellen.

Zwei Vorstellungen

Die Aufführungen im Haus der Stadt finden am Samstag und Sonntag, 15. und 16. Juni, jeweils um 17 Uhr statt. Karten sind erhältlich im Bürgerbüro, im Haus der Stadt und an der Abendkasse. Kinder zahlen zwischen vier und sechs Euro, Erwachsene 5,50 bis 7,50 Euro

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