„Pro Rad“ sagt „Totem Winkel“ den Kampf an

Von: Franz Sistemich
Letzte Aktualisierung:
10726858.jpg
Schilder wie dieses möchten die Mitglieder der AG „Pro Rad“ Düren an gefährlichen Kreuzungen anbringen, um auf die Gefahr des „Toten Winkels“ aufmerksam zu machen. Foto: Schmitz/Sistemich

Düren. Der so genannte „Tote Winkel“ forderte in der Kreisstadt Düren schon so manches Todesopfer. Zuletzt am Zollamt: An der Kreuzung Arnoldsweilestraße/Lagerstraße überrollte ein Lkw einen Radfahrer, als der Laster nach rechts in die Arnoldsweilerstraße abbiegen wollte und den Radler neben sich übersah.

Und auch die Kreuzung an der Dürener Hauptpost gilt als eine sehr gefährliche Stelle. „Direkt vor der Apotheke sind wir Radfahrer besonders gefährdet“, sagt Udo Hanisch, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft „Pro Rad“ Düren. Zahlreiche Lkw , die über die Hohenzollernstraße kommen, biegen dort in die Kölnstraße ab. Oft genug kommt es zu brenzligen Situation, weil sich Radfahrer im „Toten Winkel“ befinden. Vor einigen Wochen verhinderte ein Radfahrer nur durch einen beherzten Sprung von seinem fahrbaren Untersatz, dass er von einem abbiegenden Lastwagen überrollt wurde. Das Rad wurde zerstört, dem Mann blieb Schlimmes erspart.

Deshalb appellieren die Mitglieder der AG „Pro Rad“ an alle Radfahrer: „Weg vom Lkw!“ Oder wie es Imke Grenzdörffer formuliert: „Radfahrer sollten sich nicht neben einen Lastwagen stellen, sondern immer dahinter bleiben. Oder: Wenn man zuerst an eine Kreuzung kommt, den Blickkontakt suchen oder schließlich lieber absteigen.“

Die Mitglieder der AG „Pro Rad“ fordern aber eine Optimierung der Infrastruktur (wie auch der Fahrzeugtechnik). Die könnte besser sein, ist ihre Meinung auch mit Blick auf die Kreuzung an der Hauptpost. Die Vorlaufphase der Ampel für die Radfahrer ist „lächerlich“, sagen sie. Nur Sekundenbruchteile, nachdem die Radler Grün bekommen haben, dürfen auch die Autofahrer losfahren. „Sie muss dringend verlängert werden“, sagt Udo Hanisch.

Er fordert unter anderem: „Die Aufstelllinie für Radfahrer sollte um einen Meter näher an die Ampel gezogen werden, damit der Radler von Lkw-Fahrern besser zu sehen ist. Außerdem sollte die Radfahrfurt über die Kölnstraße hinweg rot eingefärbt werden.“ Dadurch sähe der Lkw-Fahrer die Radler zwar nicht besser, aber er werde nochmals an die Kreuzungssituation erinnert.

Als weitere Maßnahme forderen Hanisch und Grenzdörffer das Anbringen von Schildern wie „Achtung Radfahrer“ und „Toter Winkel“. Oder gar drastischere Maßnahmen. Beispielsweise die Verlagerung des Zollamtes in das Gewerbegebiet „Im Großen Tal“ am Stadtrand. Dann würde die Zahl der Lkw, die in die Innenstadt müssten, erheblich sinken.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert