Kreuzau - Pro Rad fordert Sanierung des Radweges

Pro Rad fordert Sanierung des Radweges

Von: Franz Sistemich
Letzte Aktualisierung:
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Das große Banner macht die aus Sicht der Arbeitsgemeinschaft Pro Rad falschen Prioritäten deutlich: Geld für die Straße, aber keinen Cent für den Radweg.

Kreuzau. Die Arbeitsgemeinschaft Pro Rad Düren macht mit einem großen Banner auf eine aus ihrer Sicht falsch gesetzte Priorität von Straßen NRW aufmerksam: Schräg gegenüber der PM-Tankstelle am Ortseingang von Kreuzau haben Mitglieder der AG ein großes Banner aufgehängt.

Auf ihm steht: „Durchgangsstraße Kreuzau – Zustand mäßig, wird für 1,6 Millionen Euro saniert. Radweg nach Niederau – Zustand miserabel, wird nicht saniert.“ Deshalb fordert Pro Rad eine bessere Infrastruktur für das Rad. Aus diesem Grund hat die AG eine Online-Petition an die Landesregierung gestartet. Mit ihr will sie eine Sanierung des Radweges zwischen Kreuzau und Niederau erreichen.

Seit Pfingstsamstag ist die L249 in Kreuzau für den Durchgangsverkehr gesperrt. Bis Weihnachten wird zwischen der PM-Tankstelle und der Kreuzung Dürener Straße/Hauptstraße die Durchgangsstraße in drei Teilabschnitten erneuert. Die Arbeiten dauern so lange, weil ein zusätzlicher Kanal verlegt wird.

1,6 Millionen Euro kostet die Maßnahme, die erwartungsgemäß einige Probleme hervorgerufen hat. Zum einen verkehrstechnischer Art. Noch immer gibt es Fahrer von tonnenschweren Sattelschleppern, die die Umleitungen missachten und über die innerörtliche Parallelstraße der L249 in Kreuzau, die Heribertstraße, fahren.

Aus diesem Grund wird jetzt bereits am Ortsausgang von Niederau ein Verbotsschild aufgestellt: Lkw mit mehr als 16 Tonnen dürfen nicht mehr Richtung Kreuzau fahren. Missachten ihre Fahrer dieses Verbot dennoch, sollte spätestens an der Tankstelle den Kapitänen der Landstraße klar sein, dass sie sich auf falscher Fahrt befinden: Am Ortseingang von Kreuzau wird ihnen untersagt, nach links abzubiegen. Sie müssen dann über Friedenau ihren Weg suchen.

Auch wird in Zukunft in der Heribertstraße verstärkt die Geschwindigkeit kontrolliert, weil immer wieder Autofahrer als Raser in dieser Tempo-30-Zone, in der sich auch ein Kindergarten befindet, auffallen.

Probleme haben auch Kreuzauer Geschäftsleute, weil auswärtige Kunden annehmen, dass die Geschäfte in der Hauptstraße nicht angefahren werden können. Dass ist aber nicht der Fall.

Zurück zum Radweg Kreuzau – Niederau, für dessen Sanierung sich auch der Kreis Düren einsetzt. In einer Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft Pro Rad heißt es: „Wir Radfahrer empfinden den Radweg als unzumutbar. Zahlreiche Schlaglöcher und Querrillen machen die Fahrt sehr unangenehm. Wir empfinden es als unmöglich, dass seit Jahren nichts passiert.“ Nach Schätzungen von Pro Rad müssten noch nicht einmal 80.000 Euro für eine Komplettsanierung des Radweges ausgegeben werden.

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