„Pro(m)menade“: Streuobstwiesen für Langerwehe

Von: Sandra Kinkel
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Walter Jordans, Lorenz Thomas, Kerstin Delahaye, Lothar Kurth und Heinrich Göbbels (von links) freuen sich über die Streuobstwiesen. Foto: Kinkel

Langerwehe. Auf Initiative von BUND und Luna entstehen in Luchem und Pier Streuobstwiesen. 100 Bäume sind bereits gepflanzt. Bürger, Vereine und Institutionen können Patenschaften übernehmen.

„Blühende Felder und artenreiche Wiesen sind in Langerwehe Mangelware. Und genau das wollen wir ändern.“ Lothar Kurth von der BUND-Ortsgruppe Inden-Langerwehe engagiert sich seit Jahren für den Umwelt- und Naturschutz in Langerwehe, jetzt hat er ein neues Projekt angestoßen. „Bienenfreundliches Langerwehe“ ist die Aktion überschrieben, in deren Rahmen zunächst in den Ortsteilen Pier und Luchem Streuobstwiesen entstehen sollen. Der Lebensraum von Obstbäumen, sagt Kurth, sei in den vergangenen Jahren dramatisch geschrumpft.

„Dabei sind Streuobstwiesen ein wichtiges Naturerbe unserer Heimat, weil sie bis zu 5000 Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum bieten.“ Und als rund 100 Obstbäume einer Baumschule in Heistern, die schließen musste, eine neue Heimat suchten, haben Lothar Kurth und seine Mitstreiter zugegriffen.

Auf einer Fläche in Luchem, die die Gemeinde als Ausgleichsfläche von Straßen NRW für den Bau der B 264 bekommen hat, wurden die Birnen- und Pflaumenbäume gepflanzt. Außerdem ist hier auch ein großes Insektenhotel entstanden.

Lothar Kurth: „Wir haben jetzt hier die ‚Langerweher Prom(m)enade“ mit 13 verschiedenen Pflaumensorten und einen Birnenweg mit immerhin acht verschiedenen Sorten.“ Demnächst sollen auch Apfelbäume und Sträucher folgen. „Wir sind ja erst am Anfang“, sagt Lothar Kurth. „Aber es ist auch klar, dass wir dieses Projekt nur mit Hilfe aus der Bevölkerung stemmen können.“ Bürger, Vereine und Institutionen können beispielsweise sogenannte Baumpatenschaften übernehmen und für 80 bis 100 Euro den Kauf und das Pflanzen eines Obstbaumes finanzieren.

Lothar Kurth: „Natürlich müssen die Obstbäume und die Sträucher auch gepflegt werden. Wir haben aber schon Gespräche mit Kindergärten und Grundschulen geführt.“ Der Kindergarten St. Martin hat schon fest zugesagt, für einen Bereich der Streuobstwiese in Luchem eine Patenschaft zu übernehmen. Und auch die Pfadfinderschaft St. Georg möchte einen Teil der Obstbäume bestreuen.

„Die Paten haben natürlich auch das erste Zugriffsrecht auf die Früchte. Aber auch Wanderer und Spaziergänger dürfen sich bedienen“, erklärt Kurth. Bürgermeister Heinrich Göbbels ist davon überzeugt, dass die Streuobstwiesen für mehr Lebensqualität sorgen. „Sie sind ökologisch wertvoll, es macht sicher den Kindern viel Freude, die Bäume zu pflegen. Und es sieht auch einfach schön aus, wenn in einem Feld Obstbäume und Sträucher stehen, die auch blühen.“

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