Premiere: Als Team in der Leistungsklasse

Von: Hendrik Buch
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Lina Webers Pferd „Zorro“ war am Sonntag im Gelände nicht wasserscheu – beide kamen nicht nur sehr gut übers Wasser, sondern danach auch durchs Gelände. Foto: Hendrik Buch
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Für Lina Weber und Florian Fömer war die die Vielseitigkeitsklasse eine Premiere.

Düren. Mannschaftsvielseitigkeit in der Leistungsklasse – das war für den Reit- und Fahrverein Deutschritter Düren lange Zeit reine Utopie. Satte 50 Jahre ist es her, dass die Reiter von der Kuhbrücke in der Klasse L eine Mannschaft bei den Rheinischen Mannschafts-Championaten an den Start bringen konnten.

Es fehlte schlicht die passende Geländestrecke, um sich im Training auf die Landesmeisterschaften vorzubereiten. Erfolge blieben nahezu ausschließlich auf Dressur und Springen beschränkt. Vor 20 Jahren etablierten die Deutschritter dann ihre Geländestrecke an Haus Bonsbusch, die seither zu einer der schönsten im Land NRW gewachsen ist – der Grundstein für eine neue Generation Dürener Vielseitigkeitsreiter, die in diesem Jahr mit Lina Weber, Katharina Hahn und Florian Fömer wieder in der Leistungsklasse angekommen ist.

Am Wochenende startete das Trio bei den Rheinischen Mannschafts-Championaten 2016 auf vertrautem Boden. Im zweiten Jahr ist das Landesturnier, währenddessen keine anderen Reitwettbewerbe im Rheinland stattfinden dürfen, nun in Düren zu Gast.

„Für Strukturänderungen bleibt die sonst übliche Wanderschaft des Turniers von Kreis zu Kreis auch noch drei weitere Jahre ausgesetzt“, freut sich der Turnierleiter Dr. Roger Haunhorst über drei weitere Turniere in Düren. Die gesamten Reitmannschaften von Aachen bis nach Wuppertal messen sich auf dem Championat in Springen, Dressur und der Vielseitigkeit.

Neben der Klasse L sind auch Reiter der Klassen M, A und E am Start. „Insgesamt haben wir das Turnier in den letzten Jahren auch für niedrigere Klassen geöffnet“, berichtet Haunhorst. „Wir wollen auch den Breitensport mehr für die Mannschaften begeistern.“ Aus dem gleichen Grund gibt es am Turnier-Freitag seit zwei Jahren auch ein Rahmenprogramm für Einzelstarter. Haunhorst: „Je mehr Reiter nach Düren kommen, je schöner werden auch die Championate.“

„Auch wenn jeder von uns schon die Vielseitigkeitsklasse L geritten ist, war es als Mannschaft eine absolute Premiere und etwas ganz Besonderes“, verraten Lina Weber und Florian Fömer, während ihre Kameradin Katharina Hahn noch im Gelände ist.

In drei Disziplinen am Start

Auf heimischem Gelände ging das Trio in den drei Disziplinen an den Start, auf einen vierten Reiter und damit ein Streichergebnis konnten sie nicht zurückgreifen. Nach erfolgreichem Springen und Dressur am Samstag, ging es am Sonntag ins Gelände am Fuße der Eifel. Leider verweigerte dort Katharina Hahns Pferd Vyasa D‘Altenbach früh und die junge Reiterin brach vorsorglich ab.

Mit einer Wertung wurde es daher am Ende nichts für die ersten Dürener Vielseitigkeitsreiter der Klasse L nach 50 Jahren – eine tolle Leistung bleibt ihr Start dennoch. Beim großen Aufmarsch am Sonntagnachmittag wurden alle Sieger der Championate ausgezeichnet. Über die Ergebnisse im Einzelnen werden wir gesondert berichten.

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