Preis für die Laternen hat sich verfünffacht

Von: Christoph Lammertz
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Fünf Millionen Euro wert: Für den Rückkauf der Straßenlaternen muss die Stadt deutlich mehr zahlen als angenommen. Foto: Lammertz

Düren. Als vor zweieinhalb Jahren im Rathaus gerödelt wurde, da rückten auch Dürens Laternen in den Fokus. Die Sparberater von Rödl & Partner stellten fest, dass es für die Stadt deutlich günstiger wäre, die Verantwortung für die Straßenbeleuchtung selber zu übernehmen.

Eine Verbesserung von 900.000 Euro jährlich bringe die Kündigung des seit 20 Jahren laufenden Vertrags mit den Stadtwerken. Nach einigem Zögern beschloss der Stadtrat so, obwohl die Stadtwerke erhebliche Zweifel an der Rechnung der Sparberater angemeldet hatten.

Der Vertrag endet nun am 31. Dezember 2011. Jetzt gilt es, die Frage zu beantworten, ob die Straßenlaternen künftig vom Dürener Service Betrieb, einem neuen Eigenbetrieb der Stadt oder doch wieder von einem externen Partner übernommen werden. Dabei ist das von Rödl prognostizierte Einsparpotenzial für die Stadt inzwischen deutlich geschrumpft. Der Grund: Während die Sparberater von einem Rückkaufpreis von 1,1 Millionen Euro ausgingen, ist in einem von der Stadt in Auftrag gegebenem Gutachten jetzt von fünf Millionen die Rede.

Schlechten Vergleich gewählt

Das Problem: Rödl & Partner haben einen so genannten interkommunalen Vergleich angestellt, um den Wert der Straßenbeleuchtung zu ermitteln. Doch die Vergleichsstadt im Osten der Republik war offenbar nicht gut gewählt.

Das hatten die Stadtwerke-Verantwortlichen allerdings schon damals deutlich zum Ausdruck gebracht hatten. Fakt ist nun, dass die jährliche Ersparnis durch einen Rückkauf der Laternen in den neuesten Etatansätzen nur noch knapp 400.000 Euro ausmacht.

Das ist in etwa der Betrag, den die Stadtwerke auch an Verbesserung in Aussicht gestellt hatten, sollte der Vertrag mit dem lokalen Energieversorger verlängert werden.
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