Powervolleys ziehen sich aus dem Sumpf

Von: Franz Sistemich
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Einen schweren Stand hatten Dürens Matthias Pompe (am Netz) und Jan Philipp Marks (rechts) zunächst gegen Coburg. Foto: Jansen

Düren. Die Dramaturgie des Meisterschaftsspiels zwischen den SWD Powervolleys Düren und der VSG Coburg/Grub lässt sich auch zwei Spielern des Siegers festmachen. 3:1 gewannen die Dürener am Mittwochabend gegen die Coburger. Die Sätze lauteten: 23:25, 31:29, 25:12, 25:10.

Und wie die nackten Zahlen alleine beweisen: Düren tat sich zwei Sätze schwer, dann hatte die Mannschaft die Partie im Griff.

Die Verunsicherung

Und wie das Team sich steigerte, so steigerte sich auch Jan Philipp Marks und Matthias Pompe. Die Außenangreifer und Annahmespezialist erwischten wie das gesamte Team einen schwachen Start. Die Aufschläge des Tabellenachten bereiteten ihnen erhebliche Probleme. Mal sprang ihnen eine Annahme weg, mal zwangen sie ihren Zuspieler Shibo Yu zu Spurts. Auf jeden Fall waren die Aufschläge einer der Gründe, warum die Hausherren einen schlechten Start in das letzte Heimspiel der Hauptrunde hinlegten. Die Verunsicherung war nach den drei Niederlagen in Folge an allen Ecken und Ende zu spüren.

Jetzt kommt das große „Aber“: „Ich zolle meinem Team großen Respekt, dass es nicht auseinandergebrochen ist, sondern sich gesteigert und aus dem Tief herausgezogen hat“, freute sich Trainer Anton Brams über den Leistungsanstieg nicht nur von Marks und Pompe.“

Druck, führte der junge Coach, weiter aus, habe schließlich auf seinem Team gelastet. Seine Spieler hätten die Nervosität abstreifen müssen: „So haben wir auch die Annahme stabilisieren können.“

Das zahlte sich bereits im zweiten Satz aus. Der Verlust des ersten Abschnittes schien die Hausherren mächtig gewurmt zu haben. Sie gingen 5:1 in Führung. Die nur 800 Zuschauer hofften schon jetzt auf eine eindrucksvolle Wende. Bis zum Stand von 15:11 schien sich Düren trotz aller Schwächen schnell aus dem Sumpf herauszuziehen. Allerdings war die Verunsicherung noch nicht gänzlich verschwunden. So kam es, wie es kommen musste: Coburg bei 26:25 nur ein Punkt zum zweiten Satzgewinn. Mit Kampf, Krampf und Glück glich Düren dank Sebastian Gevert aus (31:29).

„Wir haben uns zwar selbst in diese Situation hineingebracht, haben sie dann aber gut gelöst“, zog der Trainer ein letztlich zufriedenes Fazit. Nun bröckelte Coburgs Widerstand immer mehr. Trainer Anton Brams ließ auch nach der Pause die Startformation spielen, änderte aber ihre Startpositionen. „So haben wir unsere Stärken besser ausspielen und die Schwächen der Coburger besser ausnutzen können“, freute sich Brams. Außerdem lasen die Heimspieler das Zuspiel des gegnerischen Stellers im besser, nervten Dürens Block- und Feldabwehr Coburgs Angreifer immer häufiger. 18 Blockpunkte beispielsweise durften die Hausherren bejubeln, nur fünf die Gäste. Und weil die Abwehr so manchen Angriff der Gäste abfing, durften sich Dürens Angreifer als fleißige Punktesammler betätigen.

Mit dem Sieg verteidigten die Dürener den vierten Platz vor der VSG Lüneburg. Die Powervolleys haben nun 14 Tage Zeit, sich auf die vorletzte Hauptrundenpartie beim VfB Friedrichshafen vorzubereiten. Möglicherweise freut sich Libero Blair Bann besonders, dass nicht wieder eine englische Woche ansteht. „Am Mittwochmorgen habe ich nicht geglaubt, dass er abends spielen kann“, sagte Anton Brams. Bann, aber auch Matthias Pompe, hatte der Infekt erwischt, der dem Team zuvor zugesetzt hatte.

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