Powervolleys: Zachrich und der Luxus des breiten Kaders

Von: Franz Sistemich
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Kapitän Jaromir Zachrich rechnet fest mit dem Einzug in die Play-off-Runde. Der Kampf um den dritten und vierten Platz werde aber ein schwerer werden, sagt er. Foto: Guido Jansen

Düren. Optimistisch sieht Jaromir Zachrich, der Kapitän der SWD Powervolleys, den Spielen des Jahres 2016 der Volleyball-Bundesliga entgegen: „Es wird ein harter Kampf um die Plätze drei und vier der Hauptrunde. Es wird kein Selbstläufer, aber die Play-off-Runde werden wir auf jeden Fall erreichen.“

Am Samstag starten die Powervolleys in die restlichen Spiele der Hauptrunde. Erster Gegner sind ab 19.30 Uhr in der Arena Kreis Düren die Netzhoppers aus Königs-Wusterhausen. Mit ihnen duellieren sich die Dürener zum ersten Mal in dieser Saison. Folglich handelt es sich noch um eine Partie der Hinrunde, obwohl die Gastgeber beim Auswärtsspiel in Bühl bereits eine Begegnung der Rückrunde bestritten haben.

Apropos Bühl: Der Erfolg in Baden-Württemberg, einer der Höhepunkte der Saison, ist für Zachrich ein Sieg der mannschaftlichen Geschlossenheit, ein Sieg, weil das Team an seine eigenen Stärken glaubte und weil es noch eine Schüppe drauf legte: „Weil unser Trainer auf einer Tagung in den USA weilte, waren wir noch fokussierter auf diese Partie als wir sonst gewesen wären.“

Diese Partie gehört zu den letzten des Jahres 2015, in denen die Powervolleys auf konstant hohem Niveau agierten trotz der englischen Wochen: „Es war klar, dass wir dieses Niveau erreichen würden, nur der Zeitpunkt stand logischerweise nicht fest“, sagte Zachrich.

Das Pokalaus in Lüneburg zu Beginn der Saison und die heftige 0:3-Niederlage in Frankfurt bei Aufsteiger United Volleys waren noch den großen Schwankungen geschuldet, denen die Powervolleys auf dem Weg zu einer stabilen starken Leistung unterworfen waren.

Die Niederlage im letzten Spiel des Jahres 2015 hat aber nichts mit einer neuen Formdelle oder einem besonders auftrumpfenden Meister VfB Friedrichshafen zu tun, sondern: „In den ersten beiden Sätzen hatten wir noch Angst vor der eigenen Courage, aber dennoch waren wir sehr nahe an Satzgewinn und Sieg“, sagte Zachrich. Und das, meinte der Spielführer, sei doch angesichts der beachtlichen Etatunterschiede erstaunlich.

Für Zachrich bewegt sich der Großteil der Liga auf einem Niveau. Deshalb sei es wichtig, selbst kleine Feinheiten im eigenen Spiel zu verbessern – und dies möglichst schnell. Schließlich würden die Dürener mit so manchem Team um den dritten oder vierten Platz kämpfen müssen, zumal ja auch noch so manches Spiel anstehe, das durchaus prickelnden Charakter haben könne: „Die Partie in Rottenburg beispielsweise“, zählt der Kapitän auf.

Doch Düren kann auf den „Luxus eines breiten Kaders auf hohem Niveau setzen: Der erlaubt so manche taktische Raffinesse, mit der sich ein Gegner schwer tun kann.“ Der Luxus des breiten Kaders bedeutet aber, dass der Kapitän auch schon mal nicht zur Startformation gehört: „Das ist nicht schlimm“, sagt Jaromir Zachrich, denn: „Unser Trainer weist jedem Spieler sehr konkrete Aufgaben zu.“ Und deshalb kann es sein, dass je nach Gegner bestimmte Aufgaben mehr gefordert sind als andere. Weil Anton Brams seinen Spielern seine Beweggründe erläutert, ist für einen Akteur wie Zachrich der Platz auf der Bank keine Rückversetzung.

Der Fokus

Jetzt gilt es nur abzuwarten, mit welchen taktischen Winkelzügen Dürens Coach gegen die Netzhoppers aufwartet. Und am Mittwoch kommender Woche gegen Sir Safety Perugia im Viertelfinale des CEV-Pokals. Zunächst gilt es aber in der Tat, gegen die Netzhoppers zu punkten. Anton Brams: „Der Fokus muss eindeutig auf diesem Spiel liegen.“

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