Düren - Powervolleys: Zachrich geht selbstbewusst in die Play-offs

Powervolleys: Zachrich geht selbstbewusst in die Play-offs

Von: Franz Sistemich
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Fokussiert auf das Play-off-Viertelfinale: Jaromir Zachrich, der Spielführer der SWD Powervolleys, und sein Trainer Tommi Tiilikainen gehen konzentriert die Partien gegen die SVG Lüneburg an. Foto: Guido Jansen

Düren. Der Spielführer der SWD Powervolleys ist überzeugt: „Wir werden in das Halbfinale kommen“,sagt Jaromir Zachrich. Der Gegner, der sich ebenfalls dieses Ziel gesetzt hat, ist die SVG Lüneburg. Die Mannschaft von Trainer Stefan Hübner ist am Sonntag in der ersten von drei möglichen Begegnungen zu Gast in der Arena Kreis Düren (Anpfiff 18 Uhr).

Nun will Dürens Kapitän, seit 2010 im Trikot des Erstligisten und damit dienstältester Spieler bei den Powervolleys, seine Überzeugung nicht als Arroganz verstanden wissen, sondern als Verkörperung des Selbstbewusstsein, mit dem Düren die Aufgabe gegen den „uns mit Sicherheit stark fordernden Gegner“ angehen will.

Seit 20 Jahren gehören die Powervolleys dem Oberhaus an, die Lüneburger seit der Spielzeit 14/15 zur Elite des deutschen Volleyballs. „Die SVG ist aufgestiegen, um in der Bundesliga zu bleiben. Sie hat ein Konzept, eine Vision, hat konsequent den Aufstieg und den Verbleib in der Bundesliga geplant“, zollt Zachrich dem Gegner aus der Heide Anerkennung.

Vereine wie eben Lüneburg oder die Rhein Main Volleys aus Rüsselsheim, die in Frankfurt spielen, trügen zur Attraktivitätssteigerung der Liga bei. Und werden zu ernsthaften Konkurrenten für die Rheinländer im Kampf um die besten Play-off-Plätze hinter dem VfB Friedrichshafen und den Berlin Recycling Volleys.

Die Niedersachen belegen nach Abschluss der Hauptrunde den fünften Platz, die Hesen haben sich in ihrem zweiten Jahr als dritte Kraft im bundesrepublikanischen Volleyball etabliert. Die „Die SVG Lüneburg“, sagt denn Jaromir Zachrich mit Blick auf den vierten Platz, „ist unser schärfster Konkurrent um den vierten Platz, aber beileibe kein Angstgegner.“

Gegen die SVG bejubelten die Dürener glanzvolle Siege, mussten aber auch schmerzhafte Niederlagen einstecken. Beispielsweise in der Aufstiegssaison der Nordmänner. Zwei Siege fuhren die Dürener unter Trainer Michael Mücke in der Bundesliga ein, das Heimspiel dominierten sie eindeutig, obwohl die Lüneburger nie aufsteckten.

Die Mannschaft von Stefan Hübner trieb Jaromir Zachrich in der Spielzeit aber auch die Tränen in die Augen: Im Halbfinale des DVV-Pokals mussten die Dürener den Traum vom dritten Endspiel im westfälischen Halle begraben. „Bei der 2:3-Niederlage haben wir die SVG im ersten Satz dominiert und den vierten klar gewonnen. Aber wir haben Fehlerserien hingelegt, die uns letztlich den Sieg gekostet haben“, erinnert sich Zachrich nur ungern an die Partie, deren Ende er von Bank aus erleben musste: Er hatte sich verletzt.

In der zweiten gemeinsamen Spielzeit siegte jedes Team einmal in der Hauptrunde in eigener Halle. „Die Niedersachsen hatten ein stärkeres Team als wir, sie waren zu einer Einheit zusammengewachsen, während unsere Mannschaft nicht so gefestigt war“, erzählt Zachrich.

Der Spielverderber

Die Folge: Im Viertelfinale war Lüneburg in den beiden ersten Begegnungen zu stark für Düren. Die SVG verdarb den Powervolleys wie im Jahr zuvor im Pokal den Sprung in nächste Runde.

Dies soll in dieser Spielrunde nicht noch einmal passieren. Die Rheinländer sind heiß auf das Viertelfinale. Sie können es kaum erwarten. Seit mehreren Wochen zählen sie die Zeit herunter. Bei jedem Training steht auf einer Tafel die Zahl der Tage bis zum ersten Aufeinander.

Die jeweilige Tageszahl dient der Fokussierung auf die große Aufgabe. Der sehen die Powervolleys – siehe Anfang – zuversichtlich entgegen: „Wir haben unseren Gegner in der Bundesliga zweimal besiegt und in jedem Spiel immer eine taktische Antwort gefunden“. sagt Zachrich. Allerdings weiß der Kapitän auch: „Wir müssen das, was wir uns vornehmen, auch zu 100 Prozent umsetzen. Die Rädchen müssen ineinandergreifen. Wenn es nur bei einer Kleinigkeit hakt, bekommen wir Probleme.“

Doch: „Unser Vorteil ist, dass wir als Team und Trainer eine Einheit sind, und wir einen Coach haben, der es versteht, die Qualität der einzelnen Spieler und der gesamten Mannschaft zu verbessern.“

Nach aktuellem Stand sind alle Aktiven der SWD Powervolleys einsatzbereit.

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