Powervolleys wollen sich in der „Hölle von Brandenburg“ steigern

Von: Franz Sistemich
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Ein sehr wichtiges Element in der Sportart Volleyball, bei dem man sich immer verbessern kann: Auch in der Annahme sieht Trainer Tommi Tiilikainen Steigerungspotenzial bei den Powervolleys. Foto: Jansen

Düren. Natürlich haben sich die Gastgeber den 3:0-Sieg der SWD Powervolleys über den deutschen Rekordmeister VfB Friedrichshafen angesehen: „Das war ganz stark, was Düren da gezeigt hat“, sagte beispielsweise der Trainer. Der heißt Mirko Culic, trainierte einst Dürens Erstliga-Volleyballer und trägt seit 2008 die sportliche Verantwortung bei den – wie sie offiziell heißen – Netzhoppers Solwo Königspark Königs Wusterhausen.

Morgen erwartet er mit seinem Team aus Brandenburg südlich von Berlin die Mannschaft, die die Häfler aus der Arena Kreis Düren fegte.

Der souveräne Auftritt der Rheinländer unter ihrem neuen Trainer Tommi Tiilikainen hat Culic zwar Respekt, aber keine Furcht eingeflößt. Dafür ist der Coach schon zu lange im Geschäft: „Wir spielen zu Hause, vor unserem Publikum. Da hat es jedes Team schwer.“ Zufrieden war der Coach mit dem Auftritt seines Teams gegen Aufsteiger Solingen. Die Spieler mit dem Känguru auf der Brust sicherten sich die ersten drei Punkte: „Da ist jetzt etwas Druck von den Jungs abgefallen.“

Allerdings muss der KW-Trainer auf zwei Spieler verzichten: Dirk Westphal wechselte lieber in den Iran nach Tabriz, obwohl die Netzhoppers ihn als Zugang vorgestellt hatte und er auf dem offiziellen Mannschaftsfoto zu sehen ist, Hauptangreifer Filip Gavneda zog sich kurz vor Ende der Solingen-Partie einen Bruch eines kleinen Fingers zu und ist erst einmal außer Gefecht. Über einen weiteren Hauptangreifer verfügen die Brandenburger nicht. Mittelblocker Paul Sprung, der in der Zweiten Liga über die Diagonalposition angriff, oder Robin Hafemann als zusätzlicher Außenangreifer könnten Gavenda ersetzen. „Wir haben bei Varianten drauf“, sagte Culic.

Nach drei Heimspielen in Meisterschaft und Pokal in Folge müssen die Rheinländer nun also reisen. Und sie fahren heute mit allen Mann in den Osten der Republik, sofern sich kein Spieler verletzt oder noch erkrankt. „Alle sind fit und alle freuen sich auf unser erstes Auswärtsspiel“, sagte Tiilikainen. Auch vor dieser Partie bleibt der Coach aus Finnland seiner Philosophie treu. Sieg oder Niederlage? „Es kommt darauf an, dass wir uns weiter verbessern. Wenn und das gelingt, dann ist es weniger wichtig, ob wir gewinnen oder verlieren“, meinte der Trainer.

Und natürlich sieht Tommi Tiilikainen Verbesserungspotenziale im Spiel seiner Mannschaft: „Bei Aufschlag und Annahme kann man sich immer verbessern“, sagt er. Und vielleicht ist es wirklich nicht schlecht, sich am Sonntag wieder zu verbessern. Denn bei den Netzhoppers mussten die Dürener so manches enge Duell absolvieren. Nicht umsonst wird angesichts Stimmung die kleine Spielhalle als „Hölle von Brandenburg“ bezeichnet.

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