Powervolleys wollen sich in Berlin in Geduld üben

Von: Franz Sistemich
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Um gegen die Berlin Recycling Volleys zu bestehen, müssen sich Marvin Prolingheuer (links) und Jaromir Zachrich mächtig strecken. Foto: jan

Düren. Runter von der Autobahn, rauf auf die Umleitung: Wegen einer Vollsperrung auf der A2 kurvte der Bus der SWD Powervolleys am Mittwoch auf der Fahrt zum ersten Halbfinalspiel beim deutschen Meister Berlin Recycling Volleys durch die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover.

„Wir wollen schließlich vermeiden, wieder ein Hotel nehmen zu müssen“, sagte Michael Mücke. Der Trainer lachte, schließlich musste der Dürener Tross vor einigen Wochen vor dem Auswärtsspiel in Lüneburg wegen der Wetterkapriolen unfreiwillig eine Zwischen-Übernachtung einlegen. Allerdings: Nach dem frustrierenden Pokal-Aus gegen den Aufsteiger dominierten die Rheinländer beim Meisterschaftsspiel in der Heide.

Dann könnte man vielleicht einen nicht eingeplanten Zwischenstopp als gutes Omen betrachten?

Selbst eine Übernachtung außerhalb Berlins würde an der klarern Favoritenrolle nichts ändern, in der die Dürener heute das drittbeste Team Europas sehen.

Michael Mücke zählte auf: „Berlin verfügt über eine sehr gute Annahme. Der Gastgeber steht gut in Block und Feldabwehr und nutzt seine Punktchancen. Seine Aufschläge sind eine Klasse für sich. Und er hat eindrucksvoll am Wochenende bewiesen, dass er ein europäisches Spitzenteam ist.“

Nun könnte man ja davon ausgehen, dass die Berliner nach dem Gipfeltreffen der vier besten Mannschaften des Kontinents ein mentales Problem haben könnten, wenn sie sich wieder in die Niederungen des bundesrepublikanischen Volleyballs begeben müssen.

Das aber glaubt Michael Mücke nicht: „Kann es eine bessere Vorbereitung auf das Halbfinale der Deutschen Meisterschaft geben als die Endrunde der Champions League in der heimischen Spielstätte?“ fragte er. Seine Antwort: „Nein!“ Und so geht der scheidende Coach davon aus, dass die Hausherren auch angesichts ihrer Ersatzbank mit einer Cl-reifen Leistung aufwarten werden.

Der Trainer weiter: „Wir brauchen Geduld in jedem Satz und in jedem Spiel, weil wir uns an das Berliner Niveau herantasten müssen. Und sollte sich die Gelegenheit ergeben, dass sie schwächeln, müssen wir versuchen, diese Chance zu nutzen.“

Schließlich träumt nicht nur der Trainer davon, die Berliner zumindest zur zweiten Reise nach Düren zu zwingen. Mücke stehen in Berlin alle Spieler zur Verfügung. Mittelblocker Oskar Klingner hat nach seinem Bänderriss das Training wieder aufgenommen.

Anpfiff ist am Donnerstag um 19.30 Uhr.

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