Powervolleys wollen Pokal-Aus in Lüneburg abhaken

Von: Franz Sistemich
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Ein Punkt für die SVG Lüneburg: Hausherr del Bianco schmettert den Ball an Dürens Zuspiel Matt West vorbei in das Feld der Gäste. Foto: Michael Behns

Düren. „Wir haben das Pokal-Aus abgehakt. Wir haben schließlich keine Zeit zum Hadern. Am Samstag spielen wir ja gegen die Berlin Recycling Volleys“, sagte Anton Brams. Der Trainer des Bundesligisten SWD Powervolleys Düren richtete am Freitag den Blick auf die Partie gegen den deutschen Vizemeister, die am Samstag um 20 Uhr angepfiffen wird.

Am Donnerstag beschäftigte den 27-Jährigen noch die 1:3-Niederlage im Achtelfinale des DVV-Pokals. Nach der Meisterschaftsniederlage, dem 0:3, beim Heideteam. „Wir waren nicht konsequent genug in den entscheidenden Szenen der drei verlorenen Sätze“, befand der Coach und haderte aber auch mit dem Schiedsrichter.

Hätte der sich im ersten Satz in den Schlusssekunden der Ansicht der Dürener angeschlossen, wären die Powervolleys 1:0 in Führung gegangen und nicht die SVG: „Der Referee meinte, wir hätten das Netz berührt. Der Lüneburger Angreifer hat aber nach dem Spiel zugegeben, dass er ins Netz geschlagen hat“, stellte Brams fest. So aber ging der Satz an die Hausherren.

Im zweiten Abschnitt unterliefen den Gästen Fehler, die die 2:0-Führung der Schützlinge von Stefan Hübner bedeuteten. Der Satzverlust war umso bitterer als Düren beispielsweise 23:20 führte. Dann gelang aber kein Punkt mehr. Auch weil Lüneburgs René Bahlburg den Dürener Spielaufbau mit seinen Flatteraufschlägen verunsicherte, die Powervolleys zwei direkte Fehler produzierten und zwei Angriffe ins Aus schlugen.

Der Gewinn des dritten Satzes ließ Hoffnung auf ein Weiterkommen aufkeimen, die schnelle und deutliche Führung im vierten ließ sie weiter wachsen. Aber: „Die Statistik zeigt zwar, dass wir im Angriff und in der Annahme besser waren, aber in den entscheidenden Situation waren die Lüneburger mit ihren Aufschlägen effektiver. Deshalb haben sie diese Partie gewonnen.“

Düren musste also wieder einmal im Norden seine Pokalhoffnungen abhaken. Und das heutige Pflichtspiel wird keine leichtere Aufgabe sein: Um 18.30 Uhr treten sie bei den Berlin Recycling Volleys an. Dürens Trainer freut sich auf die Begegnung gegen das Team, das den Deutschen Meister VfB Friedrichshafen in dessen Halle am vergangenen Wochenende 3:0 bezwang: „Die Berliner verfügen über ein homogenes Team mit großer individueller Klasse. Robert Kromm beispielsweise ist für mich der beste Außenangreifer.“

Angesichts der Klasse des Gegners gehen die Rheinländer mit dem Ziel in die Partie, sich weiter zu verbessern. „Die Partien gegen Berlin und Friedrichshafen zeigen uns unsere Stärken und Schwächen auf. Unser Ziel ist es, den Abstand zu diesen Teams zu verkleinern. Deshalb helfen uns gerade solche Spiele weiter.“ Beispielsweise werden die Dürener heute Anschauungsunterricht in Punkto Hinterfeldangriff erhalten: „Für unsere Mittelblocker stellt das eine große Herausforderung dar“, stellte Brams denn auch fest.

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