Powervolleys wollen die Revanche nach dem Pokal-Aus

Von: Franz Sistemich
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Falko Steinke gehört zu den etablierten Spielern der SVG Lüneburg, gegen die Dürens Block effektiv zupacken sollte, um in der Heide siegen zu können. Foto: Franz Sistemich

Düren. Lüneburg war beim ersten Mal keine Reise wert. Die SWD Powervolleys aus Düren mussten nach dem Premieren-Kräftemessen mit dem Aufsteiger in die Bundesliga einen großen Traum begraben.

Im Pokal-Viertelfinale unterlagen die Spieler von Trainer Michael Mücke vor fünf Wochen der SVG und ihrem Coach Stefan Hübner 2:3. Nun haben die Dürener am 1. März einen freien Sonntag, während die Volleyballer aus der Heide in Halle/Westfalen gegen den VfB Friedrichshafen das Finale des Deutschen Volleyball-Pokals bestreiten dürfen. Die Rückfahrt an die Rur glich dann auch eher einem Trauerzug.

Am Freitag traten die Dürener Volleyballer nun zum zweiten Mal in dieser Saison die Fahrt nach Lüneburg an. Das Ziel ist eindeutig formuliert: „Wir sind natürlich auf Wiedergutmachung aus“, sagt Annahmespieler und Außenangreifer Matthias Pompe.

Und dass das keine leichte Aufgabe wird, ist nicht nur Pompe, sondern allen Spielern aus dem Rheinland klar, schließlich sind die Norddeutschen seit neun Pflichtspielen unbesiegt. In dieser Siegesserie mussten nicht nur die Dürener die Überlegenheit der Mannschaft des einst weltbesten Mittelblockers anerkennen, sondern auch der Deutsche Meister. Die Berlin Recycling Volleys mussten sich auch im Tiebreak geschlagen geben.

Und deshalb stehen die Lüneburger nicht zu unrecht auf dem vierten Tabellenplatz, einen Rang hinter den Gästen aus dem Rheinland. Während Düren aus bisher 16 Spielen 34 Punkte holte, verbuchten die Lüneburger aus 17 Partien 33.

„Sie sind also ein unmittelbarer Konkurrent von uns“, sagt Dürens Coach Michael Mücke. Mit einem Sieg können sich die Powervolleys im Kampf um die besten Play-off-Plätze einen vorentscheidenden Vorteil verschaffen, auch den TV Ingersoll Bühl, der bei 25 Punkten zwei Spiele im Rückstand liegt, weiter auf Distanz halten.

Doch wie soll der Erfolg in der Fremde gelingen? Dass die Lüneburger als Neuling eine so gute Rolle spielen, kommt nicht von ungefähr, weiß Matthias Pompe: „Sie haben bundesligaerfahrene Akteure in ihren Reihen und halt auch eben einen Stefan Hübner als Trainer. Sie spielen jetzt schon einen souveränen Stiefel.“

Also gilt für die Dürener eine alte Volleyball-Regel: Mit dem Aufschlag muss die gegnerische Abwehr so unter Druck gesetzt werden, dass dem Zuspieler auf der anderen Netzseite nicht alle Optionen im Angriff zur Verfügung stehen. „Und wenn wir dann noch so stark in Block und Feldabwehr wie in den vergangenen Wochen agieren, dann haben wir schon viel erreicht“, sagt Pompe.

Allerdings darf ja auch der Gegner aufschlagen. Und mit eben diesen Lüneburger Angaben hatten die Dürener im Pokal-Viertelfinale ihre liebe Mühe und Not: „Wir hatten schon unsere Probleme besonders mit den Flatteraufschlägen der Lüneburger“, erinnert sich Pompe. Und so gilt auch für ihn als Annahmespieler, dass die Annahme der Schritt zu einem erfolgreichen Angriff ist. In der Annahme stehen Michael Mücke nur noch drei Aktive nach der Auflösung des Vertrages mit Steven Hunt zur Auswahl (siehe auch die Meldung in der Spalte). Pompe: „Es berührt uns schon, dass Steven wieder in seine Heimat zurückgekehrt ist. Er war immer ein wichtiger Teil unserer Mannschaft – als Mensch und Spieler.“

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