Düren - Powervolleys: „Werden uns einen großen Kampf liefern“

Powervolleys: „Werden uns einen großen Kampf liefern“

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Die Fans sind begeistert von den Spielen der SWD Powervolleys. Zuletzt haben die Leser unserer Zeitung das Team zur „Mannschaft des Jahres“ gewählt. Im Gespräch mit unserer Zeitung betont Trainer Tommi Tiilikainen (kleines Foto), wie wohl er sich in Düren fühlt. Foto: Sandra Kinkel

Düren. Am Samstag endet für die SWD Powervolleys die spielfreie Zeit. Und das gleich mit einem ziemlich schweren Gegner. Dürens Bundesligist tritt gegen den VfB Friedrichshafen an, Anpfiff in der Friedrichshafen Arena am Bodensee ist um 19.30 Uhr. Powervolleys-Coach Tommi Tiilikainen erwartet einen „harten Kampf für beide Mannschaften“.

Im Gespräch mit unserer Mitarbeiterin Sandra Kinkel zieht er ein Resümee über seine erste Zeit in Düren und erzählt, warum er sich eine Geldbörse kaufen musste.

Sie hatten neun Tage frei zwischen dem Spiel gegen Herrsching und dem 27. Dezember. Ihre Spieler berichten, dass Sie 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche Volleyball leben. Wie haben Sie die freie Zeit überstanden?

Tommi Tiilikainen: Es war eigentlich gar nicht so schwer. Ich war mit meiner Frau in Urlaub, und wir hatten wirklich eine gute Zeit. Trotzdem: In den letzten beiden Tagen hatte ich schon das Gefühl, wieder nach Düren zurückzuwollen, um endlich wieder mit der Arbeit anzufangen (lacht). Aber im Ernst: Die Pause war notwendig und hat mir und meinen Spielern sehr gut getan.

Sie sind jetzt schon sechs Monate in Düren...

Tillikainen: Sieben, ich bin seit sieben Monaten hier.

Okay, sieben Monate. Gibt es etwas, das immer noch total fremd in Deutschland für Sie ist?

TIilikainen: Ich kann nichts Negatives über Deutschland, Düren und den Verein sagen. So groß sind die Unterschiede zwischen Finnland und Deutschland gar nicht, wenn man von den Temperaturen absieht. Bei uns sind es im Augenblick -18 Grad. Obwohl: Einen Unterschied gibt es schon. Haben Sie eine Geldbörse?

Aber natürlich. Sie nicht?

Tiilikainen: Jetzt schon. In Finnland hatte ich nur eine Hülle für mein Smartphone mit Fächern für Karten. Aber die Deutschen lieben Bargeld. Und es gibt Geschäfte, in denen man tatsächlich nur mit Bargeld bezahlen kann. Daran habe ich mich immer noch nicht ganz gewöhnt.

Wie gefällt Ihnen die Arbeit?

Tiilikainen: Nach wie vor hervorragend. Im Augenblick läuft alles nach Plan. Meine Jungs haben Spaß, meine Frau fühlt sich in Düren wohl. Das Leben ist gut.

Sportlich sind die Powervolleys so erfolgreich wie lange nicht mehr. Woran liegt das?

Tiilikainen: Es ist ein großartiger Job, dieses Team zu formen. Wir haben die richtigen Leute zusammengebracht, die alle sehr hart arbeiten und großen Spaß an dem haben, was sie tun. Dass die Mannschaft im Augenblick so erfolgreich ist, ist eine Kombination von vielen kleinen Dingen, die ich aber jetzt nicht alle verraten kann. So viel kann ich sagen: Wir sind ein tolles Team, das sehr gerne zusammen arbeitet. Ich glaube, das ist unser Erfolg.

In einem anderen Interview sind Sie auf neue, besondere Spielzüge angesprochen worden, die die Powervolleys machen und die aus dem Frauen-Volleyball kommen sollen. Können Sie mir genauer erklären, was für Spielzüge das sind?

Tiilikeinen: Das möchte ich lieber nicht tun (lacht). Ich möchte, dass die Fans in die Arena kommen und es genießen, dass es bei uns eben nicht immer nur den normalen Volleyball-Weg gibt. Wie unser Weg im Detail aussieht, möchte ich gar nicht erklären. Übrigens auch deswegen nicht, damit wir auch für unsere Gegner immer eine Überraschung bleiben.

Tatsache ist, dass meine Spieler offen für neue Spielzüge und Formen des Volleyballs sind. Wir durchlaufen eine ständige Entwicklung und schließen zunächst einmal nichts aus. Für unser Publikum geht es auch darum, eine gute Show zu kreieren, damit die Leute Spaß haben und gerne zu unseren Spielen kommen. Man kann nicht immer dasselbe machen. So wie man beim Kochen nicht immer die selben Gewürze nutzen kann, muss man auch in unserem Sport immer neue Ideen entwickeln.

Sie starten nach der Winterpause gleich mit einem dicken Brocken und müssen zum Auswärtsspiel nach Friedrichshafen.

Tiilikainen: Sie haben Recht, aber vor zwei Jahren hat Düren dort gewonnen.

Das stimmt, aber meistens bedeuteten Auswärtsspiele in Friedrichshafen eine Niederlage. Häufig mit der Begründung, dass die Lichtverhältnisse in der Halle zu schwierig seien. Lassen Sie solche Argumente als Entschuldigung für eine Niederlage gelten?

Tiilikainen: Das, was Sie gerade gesagt haben, habe ich nicht gehört. Ich erwarte, dass das Spiel in Friedrichshafen ein riesiger Kampf wird. Die Mannschaft von Vital Heynen wird besser spielen wollen als beim Hinspiel in Düren. Die Partie in Friedrichshafen wird riesigen Spaß machen, und wir werden uns einen großen, fairen Kampf liefern. Einen Kampf mit absolut offenem Ausgang.

Die Powervolleys sind im Rahmen der Initiative „Menschen 2016“ unserer Zeitung zur „Mannschaft des Jahres“ gekürt worden. Was bedeutet Ihnen so eine Auszeichnung?

Tiilikainen: Die bedeutet uns allen unglaublich viel, weil sie zeigt, dass wir einen guten Draht zu unseren Fans haben. Die Chemie stimmt einfach. Die Atmosphäre bei unseren Heimspielen, für die die Fans verantwortlich sind, ist großartig. Dass wir „Mannschaft des Jahres“ geworden sind, ist toll.

In wenigen Monaten ist die Saison zu Ende.

Tiilikainen: Und jetzt wollen Sie wissen, wo wir dann stehen. Ich sage noch einmal: Wir bereiten uns jeden Tag darauf vor, das Finale zu spielen. Bis dahin werden wir jeden Tag besser.

Das wollte ich eigentlich überhaupt nicht wissen. Meine Frage ist, ob Sie sich schon über Ihre Zukunft Gedanken gemacht haben. Wollen Sie in Düren bleiben?

Tiilikainen: Um darüber zu sprechen, ist es noch viel zu früh. Die Saison dauert noch vier Monate, in denen wir noch sehr viel Arbeit vor uns haben. Aber wie gesagt: Ich fühle mich sehr wohl hier in Düren und genieße die Zeit.

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