Powervolleys verpatzen den Auftakt

Von: Peter Leuchter und Franz Sistemich
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Dürens Angreifer – im Bild Matthias Pompe – setzten sich nicht oft genug gegen den Bühler Block durch. Foto: Franz Sistemich
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Grund zum Jubeln gab es durchaus, doch am Ende der Partie gegen die Gäste aus Bühl herrschte Frust bei den Powervolleys. Foto: Franz Sistemich

Düren. Frust in der Arena Kreis Düren: Volleyball-Bundesligist SWD Powervolleys Düren hat den Auftakt zur Spielzeit 14/15 vermasselt. Da konnte Hallensprecher Helmut Schmitz noch so sehr ins Mikro rufen „Jetzt geht‘s los“. Es half nichts. Es ging zwar los, aber zur Enttäuschung der Heimfans nach hinten.

0:3 unterlagen die Platzherren dem TV Ingersoll Bühl (16:25, 26:28, 22:25).

Den Moskitos, den treuesten der Fans, schwante schon bei der ersten technischen Auszeit Böses: „Ob unsere Jungs nervös sind?“, fragte sich nicht nur Obermoskito Stefan Kriebs. Zweifel kamen auch vielen der rund 1900 Zuschauer besonders nach dem 16:25. Ein Moskito riss sich seine petrolfarbene Mütze vom Kopf und warf sie zu Boden. Doch dann drehte er sich wieder Richtung Spielfeld, spendete wie die anderen Moskitos aufmunternden Beifall und klatschte die bedröppelt zum Trainer schleichenden Spieler ab.

Wer ist Herr im Haus?

Die hatten es auch im zweiten Satz schwer. Und nicht nur sie: auch die Dürener Fans. Mit sechs Trommlern waren die Anhänger des TV Ingersoll Bühl angereist. Und die schlugen ihre Knüppel so laut auf die Trommeln, dass die sieben Stimmungsmacher der Moskitos ihre liebe Mühe und Not hatten, zu zeigen, wer denn nun Herr im Haus war. Die Moskitos waren im Übrigen noch in den alten Farben gewandet. Das wird sich in den nächsten Wochen ändern.

Mit Unterstützung von Erich Peterhoff und des neuen Namensgebers erhalten die treuen Fans Poloshirts in den neuen Vereinsfarben. Und dann werden auch die Spieler ihre neue Kluft anziehen dürfen. Weil der Ausrüster eben diese Farbe erst mischen muss, so war zu hören, stand der neue Arbeitsdress in der ersten Heimpartie gegen die mit elf Neuzugängen rundum neu formierte Bühler Mannschaft noch nicht zur Verfügung.

„Vielleicht lag es an den fehlenden Trikots?“, suchte Jürgen Schulz, der Sprecher der Dürener Stadtwerke, nach einem nicht ernsthaften Grund für die Niederlage. Er zollte trotz des misslungenen Auftakts den Heimspielern Respekt: „Sie haben zwar gegen einen erwartet starken Gegner verloren, aber der Auftritt stimmt mich mit Blick auf die Zukunft dennoch hoffnungsfroh.“

Beim Gegner hatte in der vergangenen Saison noch Tomas Kocian gespielt. Nun stand der 26-jährige Rückkehrer auf der Seite der Verlierer und analysierte: „Bühl hat sehr wenig Fehler gemacht und uns unter Druck gesetzt. In der Endphase des zweiten Satzes haben wir nicht clever gespielt. Wir hatten es schwer, nach der Pause unseren Rhythmus zu finden.“ Und noch ein Ex-Bühler steht nun für Düren auf dem Spielfeld: Diagonalangreifer Marvin Prolingheuer. Er musste zunächst von der Bank aus mit ansehen, wie sich sein neues Team mit den gut eingespielten Bühlern duellierte.

Die hatten sich besonders gut auf Sebastian Gevert eingestellt. Der Deutsch-Chilene, in der vorigen Saison die tragende Säule des Dürener Angriffsspiels, kam einfach nicht zum Zug. Zweimal trat er über, zweimal pflückte ihn der Bühler Block – Trainer Michael Mücke nahm ihn früh vom Feld und brachte Prolingheuer. Am Ende hatte der Neuzugang 35 Angriffe auf dem Habenkonto, die Hälfte davon mündete in einem Punktgewinn.

Gästetrainer Ruben Wolochin kürte ihn dennoch nicht zu Dürens „wertvollstem Spieler“ – und zeigte sich damit nachtragend. „Er war nicht erfreut, dass ich zu Düren wechseln wollte“, formulierte es Prolingheuer noch diplomatisch. Dabei hätte Wolochin das gar nicht nötig gehabt. Sein runderneuertes Team – nur ein Spieler aus der vorigen Saison ist noch dabei – wirkte, als spielte es schon seit Jahren zusammen.

„Es war der erwartet starke Gegner“, bestätigte auch Dürens Coach. Obwohl er – wie die Fans – am Abend genug Chancen gesehen hatte, mehr zu holen. Am Ende des zweiten und dritten Satzes „haben wir aber die entscheidenden Bälle nicht gemacht“. Was ihn zuversichtlich stimmte: Nicht nur Marvin Prolingheuer, sondern auch Oskar Klingner und Jan-Philipp Marks hätten sich gut eingefügt „und dem Team sofort geholfen“.

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