Powervolleys: Sorgen nicht zurück nach Düren gebracht

Von: Franz Sistemich und Guido Jansen
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Die Dürener Powervolleys gewannen in Lyon 3:1. Foto: Bartgens

Düren/Lyon. Die Sorge war mit im Gepäck des Volleyball-Bundesligisten SWD Powervolleys Düren. Denn das Europapokalspiel am Mittwoch im französischen Lyon war die erste öffentliche Veranstaltung überhaupt in der Stadt seit den Terroranschlägen von Paris. Mit zurück nach Düren gebracht hat die Mannschaft diese Sorgen nicht.

Als sie am Donnerstag kurz nach halb drei im Aachener Hauptbahnhof aus dem Thalys-Zug stieg, war das beklemmende Gefühl wegen des Ausnahmezustands in Frankreich weg. Dafür hatten Dürens Volleyballer das eingelöste Ticket für das Europapokal-Achtelfinale im Gepäck. Und jede Menge Selbstvertrauen ob der starken Leistung. Denn auch das Rückspiel in Lyon konnte Düren gewinnen. Nach dem 3:0 im Hinspiel schaffte das Team von Trainer Anton Brams in Lyon ein 3:1. Im Achtelfinale trifft Düren zunächst im Heimspiel am 2. Dezember auf das international renommierte Team Jihostroj Ceske Budejovice (Budweis, Tschechien).

„Wir waren mit einem mulmigen Gefühl unterwegs“, sagte Trainer Anton Brams. Bekannt war, dass die französische Polizei wenige Tage zuvor ein Waffenlager in Lyon ausgehoben hatte. „Und dann hat der Busfahrer, der uns begleitet hat, auch noch erzählt, dass es am Wochenende in Lyon zwei kleinere Sprengstoffanschläge gegeben hat“, sagte Brams weiter. Die Stimmung beim Rückspiel sei nicht so gewesen, wie man das sonst aus Frankreich kenne. Wenige Zuschauer (450) waren gekommen, die Stimmung sei zuerst gedämpft gewesen. „Man hat das der Mannschaft am Anfang angemerkt, dass sie Kopf mit anderen Dingen beschäftigt war“, sagte Brams.

Dass die Spieler beim 3:1 eine so „beeindruckende komplette Teamleistung“ geboten hatten, die „positive Auswirkungen für die gesamte Saison auch für einzelne Spieler“ haben könnte, freute Erich Peterhoff. Zufriedenheit herrschte bei ihm auch wegen des nächsten Gegners: „Nach Budweis könnten wir mit dem Bus fahren, was nach Norwegen oder Finnland nicht möglich wäre.“

Wäre Düren ausgeschieden, wäre der nächste Kontrahent im Challenge-Cup aus einem der beiden nordischen Länder gekommen, hätte er das finanzielle Europapokal-Budget mehr strapaziert: „Lyon hat uns weniger gekostet, als wir für einen Spieltag angesetzt haben. Wenn das so bleibt, können wir lange sportlich erfolgreich sein, ohne auf den Bundesliga-Etat zurückgreifen zu müssen“, sagte Peterhoff weiter.

Die Terroranschläge von Paris spielen bei der nächsten Aufgabe für Düren am Freitag wieder eine Rolle. Die Powervolleys empfangen den TV Rottenburg zum Heimspiel in der Arena Kreis Düren (19.30 Uhr). Die Volleyball-Bundesliga plant eine Sonderaktion unter dem Namen „Clap for Peace“. Nach einer Ansprache sollen die Zuschauer bei jeder Partie mit eigens angefertigten Klatschpappen für den Frieden applaudieren.

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