Powervolleys schweigen sich noch aus

Von: Franz Sistemich
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Gut ein Dutzend Dürener Fans begleiteten die Powervolleys nach Berlin. Nicht nur die Anhänger von Rur bedankten sich bei Michael Mücke, auch die Berliner wünschten ihm alles Gute für die Zukunft. Foto: Rudi Bartgens

Düren. In 14 Tagen könnten zwei Entscheidungen gefallen sein. Die erste bezieht sich auf die Teilnahme der SWD Powervolleys am CEV-Pokal. Mit Platz drei haben sich die Dürener für den europäischen Wettbewerb sportlich qualifiziert. Aber: „Wir werden kein finanzielles Risiko eingehen“, sagte Rüdiger Hein, der Geschäftsführer.

Deshalb werde der Verein in den kommenden Tage versuchen, ein Sonder-Budget auf die Beine zu stellen. Denn: „Wir würden gerne starten, auch weil die Mannschaft sich diese Teilnahme verdient hat.“

Entscheidung zwei betrifft die Trainerfrage. Michael Mückes Vertrag wird bekanntlich nicht verlängert. Der Neue und das neue Konzept sollen nach Möglichkeit ebenfalls in den kommenden zwei Wochen vorgestellt werden. Zu Namen äußerte Hein sich nicht: „So lange der Vertrag nicht unterschrieben ist, werden wir nichts sagen“, betonte er, sich auch zu bereits republikweit gehandelten Personen nicht erklären zu wollen.

Für Michael Mücke ist mit der 0:3-Niederlage im dritten Halbfinalspiel und damit dem letzten Pflichtspiel „das Kapitel Düren abgeschlossen“. Bis zum 30. Juni läuft der Vertrag. Der von den Verantwortlichen enttäuschte Trainer wird seine Pflichten erfüllen und sich natürlich umschauen nach einer neuen Trainerstelle: „Ich habe noch drei Jahre bis zur Rente“, sagt er und gibt sich tatendurstig.

Mit dem Auftreten seiner Mannschaft bis zum letzten Pflichtspiel ist er ebenso zufrieden wie mit dem Erreichen des dritten Platzes: „Darauf können wir stolz sein.“ Er sagte aber auch: „Wenn Generali Haching mit dem Etat und dem Team in der Liga geblieben wäre, hätten wir unser Ziel Platz vier erreicht. Moers, das ja auch zurückgezogen hatte, Rottenburg und Bühl hätten und haben wir hinter uns gelassen.“

Dass das Team in das Halbfinale gekommen ist, erfreute auch Gesellschafter Erich Peterhoff: „Das war unser Ziel, wir haben es erreicht. Das ist toll. Die jungen Spieler, die wir verpflichtet haben, haben sich auch weiterentwickelt.“ Es sei nun aber an der Zeit, sagte Peterhoff weiter, neue Impulse zu setzen: „Wie uns das gelingt, wird sich zeigen.“ Er sei aber sehr zuversichtlich.

Vorrang hat aber die Zusammenstellung des neuen Kaders. Vier Spieler haben einen Vertrag für die kommende Saison: Jaromir Zachrich, Marvin Prolingheuer, Oskar Klingner und Blair Bann. Andere Spieler sollen auch Angebote aus dem Ausland vorliegen haben. Ob der Wunsch der SWD-Verantwortlichen, den Großteil des Kaders zu halten, in Erfüllung geht, wird sich also zeigen. Georg Klein beispielsweise, der von einem neuen Trainer erwartet, dass er die Freude der funktionierenden Mannschaft ohne individuelle Kracher teile, liegen Angebote anderer Clubs vor – auch aus dem Ausland. „Es gibt noch keine Tendenz“, sagte der Mittelblocker, der seit vier Jahren für Düren spielt. Die höchste polnische beziehungsweise italienische Liga bezeichnet er als seine Wunschligen.

Auf die Verantwortlichen der Powervolleys wartet noch viel Arbeit. Arbeit anderer Art musste Michael Mücke am Donnerstag nach dem Halbfinal-Aus erledigen. Es galt, Hände zu schütteln. Gut ein Dutzend Dürener Fans hatte das Team unterstützt. Die Anhänger dankten Mücke für seine Tätigkeit. Die würdigten auch Berliner Fans. Auf einem Transparent wünschten sie dem Coach alles Gute für die Zukunft.

Düren ohne Mücke? Die „Moskitos“, die organisierten Fans, hätten sich gewünscht, dass der „feine Mensch“, der einen guten Job gemacht habe, noch länger in Düren bliebe: „Aber die Verantwortlichen haben sich sicher etwas überlegt“, sagte Stefan Kriebs.

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