Lüneburg/Düren - Powervolleys: Schönes Ende einer mühsamen Dienstreise

Powervolleys: Schönes Ende einer mühsamen Dienstreise

Von: Peter Leuchter
Letzte Aktualisierung:
9383944.jpg
Punktgarant: Matthias Pompe hatte großen Anteil am Auswärtssieg. Foto: sport/Kurth

Lüneburg/Düren. Erfolgreiches Ende einer mühsamen Dienstreise. Die Bundesliga-Volleyballer der Powervolleys Düren haben beim unmittelbaren Verfolger SVG Lüneburg mit 3:1 (25:20, 25:23, 17:25, 25:20) gewonnen. Damit sollte den Dürenern Platz drei als Ausgangsposition für die Play-Off-Runde schon sicher sein, oder?

„Nein“, grätscht Trainer Michael Mücke dazwischen. „Wir sollten nicht den zweiten vor den ersten Schritt machen. Zunächst müssen wir am kommenden Mittwoch noch Coburg schlagen, dann sieht es gut aus!“
Mühsam – um auf den Anfang zurückzukommen - war der Auswärtserfolg in zweierlei Hinsicht: Nicht nur, weil die Lüneburger den Dürenern erbitterten Widerstand entgegensetzten, sondern auch wegen des Wintereinbruchs. Am Freitagmittag war der Bus der Volleyballer losgefahren – 24 Stunden später kam der Tross erst am Ziel an. Auf der Autobahn war in der Nacht nichts mehr gegangen. Kurzentschlossen nahm man Quartier in einem Hotel und fuhr erst am Morgen weiter.

Holprig wie die Anreise war auch der Start in den ersten Satz in der wie immer ausverkauften Gellersenhalle. 4:1 führten die Gastgeber – Dürens Trainer Michael Mücke nahm eine Auszeit. Die wirkte wie ein Aphrodisiakum. Düren übernahm das Kommando mit starken Aufschlägen und guter Abwehr. „Das hatten wir uns vorgenommen, und das haben wir gut umgesetzt“, freute sich Mücke, dass die Taktik aufging. Bei der Ersten Technischen Auszeit lag Düren schon vorn. Immer wieder punktete vor allem Matthias Pompe. „ Er hat nach der Verletzung von Steven Hunt enorm viel Verantwortung übernommen“, hat Mücke registriert. Für die wirkungsvollen Sprungaufschläge waren Sebastian Gevert und Jan-Philipp Marks zuständig.

Einen ersten Vorgeschmack, dass die Gastgeber nicht gewillt waren, Düren ein 3:0 durchgehen zu lassen, gab es am Ende des zweiten Satzes. Düren führte scheinbar sicher mit 19:14. Aber im Aufbau hakte es plötzlich, Lüneburg kam mit starken Flatteraufschlägen zum Anschluss. Mücke brachte Marvin Prolingheuer für Gevert, aber den Satzball zum 25:23 verwandelte Pompe.

Unschöne Erinnerungen an das Pokal-Aus kamen im dritten Satz auf. Lüneburg feierte eine „Block-Party“, nahm den bis dahin treffsicheren Gevert wirksam aus dem Spiel. Auch ein Doppelwechsel in Zuspiel und Diagonal brachte nicht den Umschwung. Lüneburg spielte sich wie im Pokal in einen Rausch. Mit einem Unterschied: Düren kam im vierten Satz zurück!

Vor allem Gevert hatte die Blocks gegen sich wohl sehr persönlich genommen: Brachial schlug er die Bälle nun ins Feld, schüchterte scheinbar allein mit seiner sehr körperlichen Art die Gegenspieler auf der anderen Netzseite ein. Lüneburgs Trainer Stefan Hübner bestimmte Gevert folgericht zum „MVP“, zum wichtigsten Dürener Spieler des Tages.

Vor dem Heimspiel gegen Coburg am Mittwoch verordnet Mücke dem Team „dosiertes“ Training. „Der schmale Kader und die vielen Spiele zuletzt haben enorm Kraft gekostet.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert