Powervolleys: Play-offs als Ziel, Konkurrenzkampf im Team

Von: Franz Sistemich
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Dürens Libero Blair Bann ist der einzige Spieler, der sich nicht interner Konkurrenz stellen muss - er ist der einzige Aktive auf dieser Position.

Düren. „Die Spieler sind müde“, stellt ihr Trainer fest. Fast zweieinhalb Monate Vorbereitung liegen hinter Michael Mücke und seinen Powervolleys. Zahlreiche Testspiele haben Kapitän Jaromir Zachrich und seine Kameraden absolviert. Speziell im September forderte Coach seinen Schützlingen alles ab.

„Jetzt beginnt die Phase der Regeneration und Vorbereitung auf das erste Meisterschaftsspiel“, weist der Coach des dreifachen deutschen Volleyball Vizemeisters auf den Saisonauftakt hin: Am Samstag, 18. Oktober, erwarten die Dürener in der Arena den TV Ingersoll Bühl.

In den vergangenen Jahren musste Düren immer die Überlegenheit der Mannschaft aus Baden-Württemberg anerkennen. Und auch bei einem Turnier in Frankreich schickte der TV die Rheinländer mit 2:0 aus der Halle. „Obwohl Bühl eine komplett neu formierte Mannschaft hat, haben sie sehr stark gespielt und werden auch eine gute Rolle in der kommenden Saison spielen“, stellt Mücke die Dürener Fans auf eine spannende Auftaktbegegnung ein.

Doch glaubt man dem Trainer und dem Sportlichen Leiter Goswin Caro, dann wird das neue Dürener Team eine gewichtige Rolle im Kampf um die Play-off-Plätze spielen. „Über allen werden wieder der VfB Friedrichshafen und die Berlin Recycling Volleys schweben“, lassen Mücke und Caro keinen Zweifel an der Überlegenheit der finanzkräftigsten Teams der Liga aufkommen.

Aber auf den folgenden Plätzen wird es spannend: „Die Liga ist trotz der Rückzüge von Haching und Moers ausgeglichener geworden“, sagt Mücke und Caro verweist nicht nur auf Bühl: Ob Coburg, Rottenburg, Dresden oder Neuling Lüneburg mit Trainer Stefan Hübner – sie haben alle personell aufgerüstet. „Es wird deshalb nicht einfach, unser Saisonziel zu erreichen“, sagt Caro. Das lautet: die Direktqualifikation für die Play-off-Runde mit einer besseren Platzierung als in der vergangenen Saison. Will heißen: Die Powervolleys haben zumindest den vierten Platz ins Visier genommen.

Und sie sehen sich gut gerüstet für die Herausforderungen der Saison 2014/2015. „Wir haben auf allen Positionen fast gleichwertige Spieler“, erklärt Mücke. Einzig Libero Blair Bann spürt nicht den Atem eines Konkurrenten. Doch der Rückkehrer bewies schon in seiner Premierensaison, dass er der Dürener Liberolegende Till Lieber in nichts nachsteht. Mücke und Caro freuen sich auf den leistungsfördernden Konkurrenzkampf in Annahme und Außenangriff, im Block und im Zuspiel sowie im Diagonalangriff.

Auf dieser Position liefern sich Sebastian Gevert und Marvin Prolingheuer einen spannenden Wettstreit um den Platz in der Startformation. „Ich weiß nicht, wer gegen Bühl beginnt“, sagt Mücke. Gevert fehlen nach seiner Hüftoperation vor mehreren Monaten noch ein paar Prozent, Prolingheuer macht auch mit seiner emotionalen Art Druck. „Auf jeden Fall habe ich mit den beiden, die sich trotz dieser Situation sehr gut verstehen, zwei Spieler, die sich einerseits auf Augenhöhe befinden, mir anderseits wegen ihre unterschiedlichen Spielweise taktische Möglichkeiten geben, die ich in den vergangenen beiden Spielzeiten nicht hatte.“

Doch nicht nur beim Spielerkader sehen sich die Verantwortlichen des Dürener Erstliga-Volleyballs besser als in der Spielzeit 13/14 aufgestellt, auch im organisatorischen Bereich haben die Macher trotz Fortführung des Konsolidierungskurses in dreifacher Hinsicht aufgerüstet.

Fons Vranken, unter anderem Physiotherapeut von Noliko Maaseik und der deutschen Nationalmannschaft, kümmert sich auch um die Athletik der Dürener Volleyballer. Neben Anja Zehbe wird sich Jonas Runge um die Muskeln und Sehnen der Aktiven vor und nach Spielen und Training kümmern.

Und schließlich hat Düren seine Scouting-Abteilung aufgestockt und entlastet damit Mücke, der sich nun intensiver um die Trainingsarbeit kümmern kann. So werden die Scouts um Analysator Stefan Falter während der Partien Michael Mücke mit zusätzlichen Informationen versorgen.

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