Düren - Powervolleys: Neuanfang ohne Michael Mücke

Powervolleys: Neuanfang ohne Michael Mücke

Von: Franz Sistemich
Letzte Aktualisierung:
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Muss den Powervolleys Düren ab Sommer den Rücken kehren: Michael Mücke. Foto: Guido Jansen

Düren. Der Trainer des Volleyball-Bundesligisten SWD Powervolleys Düren muss sich arbeitslos melden: Die Verantwortlichen des Tabellendritten verlängern den Vertrag mit Michael Mücke nicht. Die Zusammenarbeit endet am 30. Juni.

Am Freitag war dem Coach mitgeteilt worden, dass der Verein ab der kommenden Saison mit einem neuen Trainer und einem neuen Konzept in die Zukunft gehen wolle. Der 62-jährige Coach kommentierte die Entscheidung der Vereinsverantwortlichen mit den Worten: „Mein Vertrag läuft aus, die wollen ein neues Konzept. Wenn ich also nicht in ihr Konzept passe, muss ich damit leben. Das ist schließlich legitim, dass der Verein einen auslaufenden Vertrag nicht verlängert.“

Erfolgreich verabschieden

Dass der Trainer mit dieser Entscheidung nicht glücklich ist, ist auch klar: „Ich bin enttäuscht. Ich hätte gerne noch ein Jahr weiter die Mannschaft trainiert.“ Nun ist Mücke wieder auf dem Markt. Sein sportlicher Ehrgeiz ist ungebrochen – das gilt auch für die kommende Halbfinalserie: „Ich will mich so erfolgreich wie möglich aus Düren verabschieden. Und wenn es gelingen sollte, gegen den Deutschen Meister Berlin Recycling Volleys das zweite Heimspiel zu erringen, dann wäre das schon angesichts der Klasse, die Berlin aktuell beim Final-Four-Turnier zeigt, eine hervorragende Leistung.“

Nach drei Jahren also endet die Tätigkeit Mückes bei den Dürener Volleyball. Ihren Entschluss wollen die Verantwortlichen, wie Geschäftsführer Rüdiger Hein sagte, „nicht als Entscheidung gegen den aktuellen Trainer“ verstanden wissen: Michael Mücke leistet hier gute Arbeit. Dass wir die Saison jetzt mindestens als Dritter abschließen werden, ist mit Sicherheit auch sein Verdienst. Aber wir haben uns entschieden, in Zukunft einen anderen Weg zu gehen mit einem neuen Konzept.“ Und eben einem neuen Trainer.

Und eben diesen Entschluss hätten Gesellschafter Erich Bernd Peterhoff, der Sportliche Leiter Goswin Caro und er Michael Mücke am Freitag mitgeteilt. Es habe sich um ein sehr sachliches, aber auch emotionales Gespräch gehandelt. Schließlich habe Mücke vor drei Jahren die sportliche Verantwortung in einer sportlich schwierigen Zeit übernommen.

Nachfolger steht bereit

Nachdem der Verein sich von Sven Anton getrennt hatte, gelangen seinem mit einem mehrjährigen Vertrag ausgestatteten Nachfolger Söhnke Hinz in 20 Spielen nur sieben Siege.

Unter Mücke entwickelte sich das Team ständig weiter: Zuerst wurden die Rheinländer Sechster. Die Saison 13/14 beendeten sich als Tabellenfünfter. Die aktuelle Bilanz lautet: Die Powervolleys sind sicher Dritter, die Zahl der Siege hat sich zu 2012 verdoppelt. Und so sagt Rüdiger Hein: „Wir danken Michael Mücke sehr für seine Arbeit. Er hat großen Anteil, dass sich Volleyball in Düren so weiterentwickelt hat.“ Mückes Nachfolger soll zeitnah präsentiert werden. Es seien nur noch Details zu klären, war zu hören.

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