Powervolleys nehmen dem hohen Favoriten immerhin einen Satz ab

Von: Franz Sistemich
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Nicht zu verteidigen: Dürens Jaromir Zachrich (Düren 14) schmettert am Berliner Block vorbei. Foto: sport/Sebastian Wells

Berlin/Düren. Wie sagte Mark Lebedew, der Trainer der Berlin Recycling Volleys, nach der Endrunde der Champions League: „Sich nach zwei Spielen in 24 Stunden auf allerhöchstem Niveau auf die Play-off-Runde umzustellen, wird schwierig.“

Die Berliner meisterten insofern die Umstellung, als sie das erste Halbfinalspiel am Donnerstag gegen die SWD Powervolleys mit 3:1 (25:18, 25:27, 25:21, 25:17) für sich entschieden.

Dürens scheidender Coach Michael Mücke nahm die Auftaktniederlage gelassen hin: „Es war nicht einfach, an das Niveau der Gastgeber heranzukommen. Es hat sich aber speziell im zweiten Satz gezeigt, dass es sich lohnt, um jeden Ball zu kämpfen.“

Schnell mit 12:3 in Führung

Die Hauptstädter begannen, wie es sich für das drittbeste Team Europas gehört; 12:4 führten sie nach wenigen Minuten gegen die Rheinländer. Doch die nahmen sich in der Max-Schmeling-Halle vor knapp 4100 Zuschauern die Worte ihres routiniertesten Spielers Matthias Pompe zu Herzen: „Wir müssen richtig über uns hinauswachsen.“ Gewiss, den Vorsprung holten die Gäste im ersten Satz nicht auf, sie bewiesen aber Moral und Geduld. Diese Eigenschaften zeigten sich besonders in der Endphase des hart umkämpften zweiten Abschnittes.

Diagonalangreifer Sebastian Gevert punktete zuverlässig, und Außenangreifer Jan Philipp Marks setzte die beiden Schlusspunkte, Düren schaffte mit dem 27:25 den Satzausgleich.

Und wieder schien sich ein Debakel anzubahnen: 8:2 führten die Hausherren in Abschnitt 3. Kapitän Scott Touzinsky stellte Dürens Annahme mit seinen Aufschlägen vor große Probleme. Aber wieder bewies Düren Moral und Geduld, verkürzte den Vorsprung Punkt für Punkt. Schließlich führte der BRV nur noch 19;18. Die Berliner waren gewarnt, zogen noch einmal auch mit ihren gefährlichen Aufschlägen an: 25:21.

Nun stellte sich die Frage: Wie würde sich der 1:2-Rückstand auf die Moral der Gäste auswirken? Zunächst nicht negativ – bis zur zweiten technischen Auszeit bot der Tabellendritte der höchsten deutschen Klasse dem CL-Dritten heftigen Widerstand. Düren führte gar 12:9 und 15:12. Dann aber drehte Berlin nach einem Angriffsfehler Dürens und mit einem Aufschlag-Ass den Satz. Die Gegenwehr war gebrochen, Berlin schaukelte diesen Abschnitt 25:17 nach Hause.

Dürens Trainer Michael Mücke bilanzierte: „In diesem Satz hat uns Robert Kromm mit seinen Aufschlägen zu viele Probleme bereitet.“

„Noch konsequenter werden“

Dann gab sich der Coach mit Blick auf das zweite Halbfinalspiel am Sonntag in der Arena Kreis Düren kämpferisch: „Wir haben uns trotz des klaren vierten Satzes immer besser an das Niveau der Berliner herangekämpft. Und je mehr Sätze wird spielen, umso besser werden unsere Chancen, das zweite Heimspiel zu erzwingen.“

Der Trainer wünscht sich deshalb auch, dass seine Spieler sich bietende Chancen konsequenter nutzen: „Dann kann ein Satz noch enger werden.“ Voraussetzung ist allerdings ferner, dass die Annahme stabiler steht: „Das ist aber nicht einfach, weil die Berliner konstant auf hohem Niveau aufschlagen.“ Aber: „Wir haben Donnerstag den ersten Schritt gemacht, Sonntag wollen wir den zweiten erfolgreich bewältigen.“ Anpfiff ist um 18 Uhr.

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