Powervolleys müssen sich einen neuen Trainer suchen

Von: sis
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Anton Brams wird schon nach einem Jahr nicht mehr Powervolleys-Trainer sein.

Düren. Die SWD Powervolleys müssen sich für die kommende Saison einen neuen Trainer suchen: Anton Brams verlässt den Volleyball-Bundesligisten nach nur einer Saison. Der Grund: Brams will sich in den kommenden zwei Jahren ausschließlich um sein zweites berufliches Standbein kümmern.

Der 1988 in Berlin geborene Brams hat Software-Programme entwickelt, mit denen beispielsweise Vereine oder Nationalmannschaften Spiele und Spieler besser – auch live – analysieren können.

In Deutschland nutzen schon Klubs wie die Powervolleys, die SVG Lüneburg oder United Volleys RheinMain bei den Herren oder der Dresdner SC bei den Damen die Bramsche Software. Die Deutsche Volleyball-Liga nutzt die Entwicklung von Brams, um sogenannte Rankings zu erstellen. Diverse Nationalmannschaften in Europa – beispielsweise Deutschland, Niederlande und Polen – setzen auch auf die Software des Dürener Trainers, der gut zehn Personen beschäftigt hat. „Die Auftragslage wird immer besser, so dass ich mich ab August und September dieses Jahres nur noch um meine Firma kümmern werde“, sagte Brams.

Eigentlich wollten die Dürener im vergangenen Jahr mit der Verpflichtung von Brams als Nachfolger von Michael Mücke eine neue, moderne Ära einleiten. So begannen auch im Januar die ersten Gespräche mit dem Ziel, den Vertrag um zwei weitere Jahre zu verlängern. Jetzt setzten sich die Verantwortlichen der SWD Powervolleys und ihr junger Coach wieder zusammen. Und Brams teilte ihnen mit, dass er sich voll und ganz auf seine Firma konzentrieren wolle. „Wenn ich etwas mache, mache ich es hundertprozentig“, sagte er. Bisher habe er seine Arbeit als Trainer und die für die Firma gut unter einen Hut bringen können. Das sei aber in Zukunft nicht mehr möglich. „Ich müsste dann auch bei der Mannschaft Abstriche machen. Das hat sie aber nicht verdient. Sie verdient 100-prozentigen Einsatz.“ Und mit Blick auf die weitere Entwicklung seiner Firma könne er nicht ein paar Prozent weniger arbeiten. „Würde ich beide Aufgaben weiter wahrnehmen, wäre es für alle Beteiligten nicht zufriedenstellend.“

Goswin Caro, der sportliche Leiter des Bundesligisten, äußerte vollstes Verständnis für Brams‘ Entscheidung und verwies darauf, dass der Noch-Trainer in Zukunft weiter die Powervolleys unterstützen werde – beispielsweise beim Scouting von Spielern auch im US-amerikanischen Bereich. Der Weg, den die Dürener mit der Verpflichtung von Brams gehen wollten, soll fortgesetzt werden: Ein moderner Trainer wie Brams wird nun gesucht.

Dabei spielt das Alter eine untergeordnete Rolle. Caro: „Es ist gut, dass Verein und Spieler so früh Bescheid wissen.“ Die Suche nach einem neuen Trainer kann also beginnen.

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