Powervolleys: Herrschings Malescha gegen Dürens Block

Von: Franz Sistemich
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Dürens Mittelblocker Michael Parkinson bot beim Gastspiel in Spergau gegen den CV Mitteldeutschland eine überzeugende Leistung. Ob er auch heute zur Startformation der Powervolleys gehört? Foto: Jansen

Düren. Der TSV Herrsching tritt heute zum Meisterschaftsspiel in der Arena Kreis Düren gegen die SWD Powervolleys an. Der Verein vom Ammersee liegt mit 15 Punkten auf dem achten Platz. Er selbst nennet sich der „geilste Club der Welt“. Abgekürzt: GCDW.

Ab 19.30 Uhr wird sich zeigen, ob die Herrschinger im närrischen Rheinland bestehen können in einer Spielstätte, in der zwei Tage zuvor die Jecken außer Rand und Band waren. Und nachdem die letzten kostümierten und feierwütigen Narren den Veranstaltungstempel an der Nippesstraße verlassen hatten, floss bei anderen Menschen in der Arena der Schweiß in Strömen: Bis gestern 17 Uhr musste die Halle soweit wieder hergerichtet sein, dass die Hausherren, die Nummer vier der Liga, die erste ihre beiden Trainingseinheiten vor dem heutigen Anpfiff absolvieren durften.

Stand gestern kann Dürens Coach Anton Brams auf jeden seiner 13 Aktiven zurückgreifen. Keiner verletzte sich beim 3:1-Sieg beim CV Mitteldeutschland, keinen plagt eine Erkrankung, die einem Einsatz entgegenstünde.

Anton Brams kann also wieder aus dem Vollen schöpfen. In der Jahrhunderthalle in Spergau veränderte er seine Startformation gegenüber der Partie gegen SVG Lüneburg gleich um drei Spieler, also nahezu die Hälfte der Feldspieler inclusive Libero. Das wäre so, als würde Peter Stöger, der Trainer des Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln, gleich fünf Akteure in seine Anfangsformation hineinrotieren.

Zu den drei Akteuren, die Brams in die Startformation entsandte, gehörte der Niederländer Michael Parkinson. Nach seiner Fuß-Operation und langer Reha bekam Parkinson in Bundesliga und CEV-Pokal nicht so viele Einsatzzeiten. Beim Viertelfinal-Rückspiel in Perugia und eben jetzt in Spergau durfte Parkinson zeigen, was in ihm steckt: „Ich wollte sehen, wie er sich während eines Spiels und nicht nur während einiger Einsatzminuten verhält“, erzählte Brams.

Was der Niederländer seinem Trainer bot – unter anderem sechs Blockpunkte –, veranlasste diesen zu einem Lob für die Leistung. Obwohl der Trainer zufrieden war, kann es sein, dass der Niederländer heute ab 19.30 Uhr nicht zur Startformation gehört. Anton Brams lässt sich wie üblich nicht in die Karten schauen.

Den heutigen Gegner bezeichnet er als einen schwer einzuschätzenden Kontrahenten. „Auf jeden Fall ist er besser als es der achte Platz aussagt“, betont Brams. Allerdings ist der Gast besonders abhängig vom einem Spieler – von Daniel Malescha. Der ist Diagonalangreifer, der einzige Diagonalangreifer des TSV. Düren verfügt dagegen mit Sebastian Gevert und Marvin Prolingheuer über zwei sehr gute „Maleschas“.

Fällt der TSV-Angreifer aus, verliert Herrsching, hat er einen guten Tag, kann er Spiele alleine gewinnen. Zwar nicht alleine hat er gegen den Pokalfinalisten TV Ingersoll Bühl und den Tabellendritten United Volleys RheinMain gewonnen, doch ohne ihn hätte Herrsching eben Punkte weniger. So wird es auch wieder auf den Dürener Block ankommen: 16 Punkte gegen Lüneburg und 17 Zähler gegen Mitteldeutschland sind deutliche Zahlen einer Dürener Stärke.

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