Powervolleys gegen Perugia: „Absolut knallhartes Spiel“

Von: Sandra Kinkel
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Gegen Budweis hat die Mannschaft von Anton Brams im CEV-Pokal das Viertelfinale erreicht. Am nächsten Mittwoch empfangen Spielmacher Jaromir Zachrich und Co. die italienische Spitzenmannschaft Perugia. Foto: Guido Jansen
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Annika Bläser (23) ist für die Organisation der CEV-Spiele der Powervolleys zuständig. Foto: S. Kinkel

Düren. Die Menüwünsche der Volleyballer von Sir Safety Perugia“ sind leicht zu erfüllen: Spaghetti, Salat, Geflügel und Kartoffeln – vor dem wichtigen Achtelfinal-Spiel im CEV-Pokal gegen die SWD Powervolleys Düren setzen die Italiener auf leichte, bekömmliche Kost.

Das Team von Trainer Slobodan Kovac gehört zu den besten Volleyballmannschaften der Welt und ist sicher eine der größten Herausforderungen der Powervolleys in der bisherigen Saison. „Die Mannschaft“, erklärt Dürens Trainer Anton Brams, „ist in der vergangenen Saison in der sehr starken italienischen Liga nur Dritter geworden und spielt deswegen genau wie wir im CEV-Pokal und nicht in der Championsleague. Weil der Verein darüber so enttäuscht war, haben die sich noch einmal unglaublich verstärkt.“

Fünf der Spieler, die am Mittwoch in Düren auf dem Platz stehen würden, so Brams, seien auch im Sommer bei den Olympischen Spielen in Rio dabei. Brams: „Nur, um einmal die Dimensionen klar zu machen: Ein Spieler von Perugia kostet so viel wie unsere komplette Mannschaft. Für uns wird das ein absolut knallhartes Spiel.“

Aber nicht nur sportlich, sondern auch, was die Vorbereitungen angeht, ist das Team aus Perugia eine echte Herausforderung. Die Mannschaft reist am Montagabend in Düren an. Untergebracht werden die 14 Spieler und zehn Offiziellen des Vereins im „Jägerhof“ in Rölsdorf. Die drei Schiedsrichter aus der Türkei, den Niederlanden und Österreich schlafen weit genug weg in „Dürens Posthotel“ an der Josef-Schregel-Straße.

„Die Volleyballer kommen seit Jahren zu uns“, sagt Vanessa Richarz vom Hotel „Jägerhof“. „Wir freuen uns auf die Sportler.“ Eigens wegen der langen Spieler, die ja nicht selten größer sind als zwei Meter, gibt es in dem Hotel Betten ohne Fußteil. „Und dass die Spieler nach dem Spiel noch Abendessen möchten“, versteht sich von selbst. Was es am Mittwochabend nach der Partie gibt, steht allerdings noch nicht fest. Nur so viel: „Dann dürfen die Spieler alles essen“, lacht Vanessa Richarz.

Gerade vor so einem so entscheidenden Spiel wie gegen Perugia sind für die Dürener Profis Rituale enorm wichtig. Trainer Anton Brams beispielsweise setzt sich beim Aufwärmen seiner Jungs auf die Trainerbank – und möchte einige Minuten nicht angesprochen werden. „Für mich ist das die Zeit, in der ich noch einmal über die Taktik nachdenke“, sagte der Coach. „Ich binde mir zum Beispiel immer nach den Einlaufen noch einmal die Schuhe“, ergänzt Spielführer Jaromir Zachrich. „Solche Rituale helfen einfach, ins Spiel zu kommen.“

Die Powervolleys essen an Heimspieltagen auch immer zusammen. Zachrich: „Einer darf sich wünschen, was es gibt.“ Wer mit der Menüwahl an der Reihe ist, entscheidet die Rückennummer, am Mittwoch darf der Niederländer Bas van Bommelen (Nummer 8) bestimmen, was auf den Tisch kommt. „Das ist immer eine Überraschung“, sagt Jaromir Zachrich. „Aber natürlich sind alle so vernünftig, dass es ein leichtes Mittagessen gibt, mit dem man abends noch gut Volleyball spielen kann.“

Annika Bläser (23 Jahre) ist bei den CEV-Spielen auf Dürener Seite für die Organisation verantwortlich. Sie bucht die Hotelzimmer für die Gastmannschaften und sorgt dafür, dass den Teams die vorgeschriebenen Trainingszeiten zur Verfügung gestellt werden. Bläser: „Normalerweise reisen die Teams erst am Tag vor dem Spiel an und haben zwei Trainingseinheiten. Perugia kommt einen Tag früher und wünscht sich ein zusätzliches Training. Das mache ich möglich.“

Eins ist aber auch klar: „Die Trainingszeiten von den Powervolleys gehen vor. Das ändert sich auch nicht, wenn so eine Spitzenmannschaft wie Perugia kommt.“ Annika Bläser freut sich besonders auf ein Wiedersehen mit dem deutschen Nationalspieler Christian Fromm, der inzwischen für Perugia auf dem Feld steht. „Ich hoffe“, sagt sie, „dass wir die Gelegenheit haben, kurz miteinander zu sprechen.“

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