Powervolleys: Die Freude am Spiel kommt nicht zu kurz

Von: Franz Sistemich
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Sollen den gegnerischen Angreifern das Fürchten lehren: die beiden neuen Mittelblocker Michael Andrei (links) und Tim Broshog. Foto: Guido Jansen

Düren. Tim Broshog lächelt: „Diese Spiele waren emotionsgeladene Begegnungen. Schließlich ging es darum, welche Mannschaft die beste im Westen war.“ Vor Jahren spielte Mittelblocker Tim Broshog noch beim Moerser SC.

Und lieferte sich packende Partien mit seinem heutigen Verein. Nach dem Aus des MSC wechselte der 2,05 Meter große deutsche Nationalspieler zum belgischen Spitzenclub Noliko Masseik. Nun ist er Teil des Dürener Mittelblocks mit Kapitän Jaromir Zachrich und einem weiteren Zugang: Michael Andrei, der 31-jährige, spielte vor Jahren für Düren, kehrte nach mehreren Stationen in Deutschland, Belgien und Frankreich wieder an die Rur zurück.

Für Andrei und seine Mitspieler begann am gestrigen Donnerstag der offizielle Teil der Vorbereitung auf die Saison, die Ende Oktober beginnt. Bereits im Juli hatte Dürens neuer Trainer Tommi Tiilikainen mit den Spielern seines zwölfköpfigen Kaders, die ihm zur Verfügung standen, die ersten Übungseinheiten absolviert.

Im vergangenen Monat wie auch jetzt fehlten – und werden noch abwesend sein (siehe Infokasten) – einige Aktive. Sieben an der Zahl begannen unter den Augen des Sportlichen Leiters Goswin Caro das offizielle Training. Erster Eindruck: Tommi Tiilikainen ist kein Trainer mit ernster Miene, er lächelt viel, weist seine Schützlinge immer wieder auf Feinheiten der Sportart hin. Und auch beim Aufwärmen mit dem Ball kommt die Freude am Spiel nicht zu kurz.

„Das ganze Training ist sehr gut“, sagt Marvin Prolingheuer. Der Diagonalangreifer musste in der Vergangenheit hinter Sebastian Gevert zurückstehen. Dass er dies klaglos tat, brachte ihm Respekt von seinem Sportlichen Leiter ein, der aber auch mit Blick auf die Zukunft sagt: „Ich bin mir sicher, dass Marvin unter dem neuen Trainer wieder zu seiner alten Stärke zurückfindet, die ihn in Bühl zum punktbesten Diagonalangreifer der Liga werden ließ.“

Diese alte Stärke soll Prolingheuer bei den hohen Bällen demonstrieren, während Ex-Mittelblocker Rudy Verhoeff auf seiner neuen Position als Diagonalangreifer für die schnellen Bälle zuständig sein soll.

Für Caro steht außer Frage, dass das neue Dürener Team auch in der kommenden Saison eine gute Rolle spielen wird. Auch wegen Tim Broshog und Michael Andrei. Die Routiniers werden mit Jaromir Zachrich ein Trio am Netz bilden, das auch aufgrund seiner Erfahrung eine schwer zu überwindende Wand bilden werde.

Einer von ihnen wird aber wohl weniger Spielzeiten erhalten. Aber: Unter Mittelblockern scheint der Konkurrenzkampf einer zu, der den Erfolg der Mannschaft sicherstellen soll: „Mittelblocker arbeiten immer mit-, nicht gegeneinander“, sagt Zachrich, der unbedingt einen Titel mit Düren erringen will.

Offiziell lautet die Zielsetzung direkte Qualifikation für die Play-off-Runde. „Wir wollen gut spielen, um auch ein würdiges Aushängeschild für unsere Stadt zu sein“, sagt Michael Andrei. Und Tim Broshog meint: „Das Halbfinale muss drin sein.“

„Jedes Team, das etwas auf sich hält, will einen Titel gewinnen“, sagt denn auch der Trainer. Dass dieser Weg in der Meisterschaft wie im Pokalwettbewerb kein leichter sein wird, verdeutlicht Prolingheuer: „Es gibt nicht mehr so viele Teams, gegen die du von einem Sieg ausgehen kannst. Die Liga wird immer ausgeglichener.“

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