Powervolleys chancenlos: „Friedrichshafen wollte einfach die Revanche“

Von: Franz Sistemich
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Überlegen: Maarten van Garderen , Friedrichshafens niederländischer Außenangreifer, lässt Dürens Sebastian Gevert keine Chance.

Düren. Es war nicht alles schlecht, was die SWD Powervolleys am Mittwochabend den 1600 Zuschauern in der Arena Kreis Düren boten; denn: „Immer dann, wenn wir clever und mutig angegriffen haben, konnten wir sie unter Druck setzen“, sagte Dürens Coach Michael Mücke. Phasenweise machten die Gastgeber ihren Job auch gut.

Doch diese Phasen reichten eben nicht aus, um gegen den Spitzenreiter VfB Friedrichshafen bestehen zu können. Die „Häfler“ nahmen überzeugend Revanche für die überraschende Hinspielniederlage und stellten beim 3:0 die Kräfteverhältnisse drastisch dar: 25:17, 25:19, 25:17 lauteten die Satzergebnisse.

Das Hauptproblem für die Hausherren waren nicht die gefürchteten Aufschläge der VfB-Akteure, die größten Sorgen bereiteten die Spieler vom Bodensee den Rheinländern mit anderen Elementen der Sportart. Blockspieler und die Abwehr des VfB entschärften immer wieder die Angriffe der Hausherren und dann ging es ratzfatz: Zuspieler Simon Tischer legte die Bälle seinen Angreifern mustergültig in die Schlaghände und die Herren nutzten die Gelegenheiten humorlos aus. Michael Mücke stellte deshalb trocken fest: „Die Gäste haben 16 Punkte aus der Abwehr heraus gemacht. Da war der VfB fast perfekt“

Die Dürener waren nicht in der Lage, diese Angriffe durch eigene Attacken im Ansatz zu verhindern oder zu stoppen. Immer wieder tauchte dann der frühere Dürener Max Günthör beispielsweise mutterseelenalleine hoch über dem Netz auf und knallte das Spielgerät krachend auf den Hallenboden.

Währenddessen fehlte die letzte Konsequenz bei den Gastgebern. Beispielsweise bei den Aufschlägen. Es fehlte das Risiko. Das führte dazu, dass die VfB-Annahme immer wieder den Ball Tischer mustergültig zum variablen Zuspiel in die Hände schaufelte.

„Wenn du wie der VfB diese Champions-League-Erfahrung hast, immer wieder auf höchstem Niveau gefordert wirst, dann spielst du halt auch so, wie er es am Mittwoch gemacht hat“, konstatierte Mücke. Der VfB agierte, die Powervolleys reagierten. „Der VfB wollte die Revanche. Das hat man ihm in jeder Phase angemerkt“, schloss Mücke und blickte nach vorne.

Samstag tritt Düren beim CV Mitteldeutschland an. Ein Sieg ist im Kampf um Platz 4 Pflicht.

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