Powervolleys: Brams lässt sich nicht in die Karten gucken

Von: Franz Sistemich
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Im Hinspiel durften die SWD Powervolleys um Mittelblocker Rudy Verhoeff einen 3:1-Sieg bejubeln. Am heutigen Abend steht das Rückspiel beim CV Mitteldeutschland an. Gewinnt Düren wieder? Foto. Jansen

Düren. Die SWD Powervolleys steigen von den Höhen des europäischen Pokalwettbewerbes und des bundesrepublikanischen Spitzenvolleyballs hinab in die Niederungen des bundesrepublikanischen Volleyballs: Perugia war vergangene Woche Mittwoch, Lüneburg am Samstag, am Mittwoch ist CV Mitteldeutschland.

Ab 19.30 Uhr bestreiten der Vorletzte des Tableaus und der Tabellenvierte ihr Rückspiel. Das Hinspiel ging an die Dürener. 3:1 (25:18, 25:21, 27:29, 25:21) siegten die Powervolleys am ersten Spieltag der Saison 2015/2016.

Die Mitteldeutschen könnten vielleicht mit breiterer Brust als noch vor wenigen Tagen in die Partie gegen den Viertelfinalisten des CEV-Pokals gehen: Sie landeten zwei Siege in Folge und gaben die Rote Laterne an den TV Rottenburg ab.

Zuerst bezwangen die Schützlinge von Trainer Ulf Quell den TSV Herrsching mit 3:0. Dann setzten sie sich beim TV Rottenburg in der Verlängerung durch: Den Tiebreak entschieden sie 16:14 für sich, ließen das Team von Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger auf den letzten Platz abrutschen.

Die Mitteldeutschen bewiesen Nervenstärke, als beim 13:11 aus ihrer Sicht in der Rottenburger Halle das Licht ausfiel. Beide Teams wollten das Spiel aber fortsetzen. Rottenburg glich zum 14:14 aus, ehe der CVM dennoch siegte.

Dabei mussten die Mitteldeutschen mit einem Handicap fertig werden: Weil sich der frühere Dürener Artur Augustyn beim Auswärtsspiel in Brühl am Sprunggelenk verletzt hatte, herrschte Not auf der Position des Mittelblockers. Folglich verpflichtete der CVM den US-Amerikaner Matthew William Leske, zuletzt beim griechischen Club GC Lamia.

„Der CV Mitteldeutschland ist ein schwer zu berechnendes Team“, sagte Dürens Coach Anton Brams. Der Trainer sieht im heutigen Gastgeber eine Mannschaft, die nie aufgibt: „Sie spielt einfach weiter, immer weiter, wartet auf ihre Chance.“ Wie halt im dritten Satz im Hinspiel in der Arena Kreis Düren.

Doch in der Jahrhunderthalle von Spergau wollen die Rheinländer den Mitteldeutschen eben diese Chance nicht gewähren: „Zwar geben die Siege gegen Herrsching und in Rottenburg Selbstvertrauen, aber eigentlich ist es wie immer: Natürlich werden wir uns intensiv auf den Gegner vorbereiten, aber Priorität hat, dass wir unsere Leistung abrufen.“

Wie beim 3:1 über die SVG Lüneburg. Düren schaffte es immer wieder, an das Limit zu gehen. Düren ließ sich auch von den starken Aufschlägen der Nordlichter nicht beeindrucken, stand in der Annahme sicher und am Block prallten aus Lüneburger Sicht zu viele Angriffe der Volleyballer aus der Heide ab. So soll es in der Mitte Deutschlands weitergehen. Doch mit welcher Startformation?

Kein Grund

Grund zu Wechseln sah Anton Brams in der Partie gegen die SVG nicht. Die Aktiven, die beim Anpfiff auf dem Feld standen, spielten die Begegnung durch. „Es gab keinen Grund für Wechsel“, sagte Dürens Coach. „Die Partie lief gut. Es gab keine taktischen oder strategischen Gründe, einen der Spieler der Startformation vom Feld zu nehmen“, führte Brams fort.

Ob nun Spieler, die am Samstag außen vor waren, heute zur Startformation gehören, ist ungewiss. Der Trainer ließ sich nicht in die Karten gucken: „Die Belastungen bisher in diesem Jahr und in den kommenden Wochen werden nicht zu hoch sein, dass eine Rotation notwendig wird.“ Und so sagte der Trainer, dass es auch auf die Trainingseindrücke ankomme.

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