Polizeieskorte auf dem neuen Teilstück der A4

Von: Sarah Maria Berners
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Zwei Polizeiautos führten die ersten Lkws und Autos langsam auf die neue Autobahn 4. Foto: Sarah Maria Berners

Düren. Auf den Brücken über die neue Autobahn 4 hatten sich Mittwochvormittag etliche Schaulustige versammelt. Sie wollten sehen, wie die ersten Autos und Lastwagen über die neue Trasse in Richtung Köln brausen. Eine neue Autobahn ist ein Ereignis, auch wenn die Ursache für die Verlegung – der sich ausdehnende Tagebau Hambach – auf den Brücken kontrovers diskutiert wurde.

Um 11.30 Uhr machten sich in Weisweiler Polizeiautos auf den Weg, um den fließenden Verkehr auf der Autobahn langsam abzubremsen und auf die neue Trasse zu führen. Lange Zeit blickten die Menschen nur auf den grauen Asphalt der sechsspurigen Autobahn. Dann tauchten am Horizont die zwei Polizeiautos auf, hinter denen sich eine gigantische Blechlawine langsam näherte.

Mit im Polizeiauto an der Spitze der Schlange saß auch Werner Engels, der Projektleiter des Landesbetriebs Straßen NRW. Die 13 Kilometer lange Neubaustrecke und die jeweils zwei Kilometer langen Ausbaubereiche ist der Projektleiter zwar schon etliche Male gefahren, aber die Fahrt am Mittwoch war für ihn dann doch etwas Besonderes. Noch ist zwar nicht alle Arbeit getan, aber mit der Freigabe der Fahrtrichtung Aachen Köln neigt sich ein außergewöhnliches Großprojekt dem Ende. „Die Zeiten, in denen ich eine sechsspurige Autobahn alleine befahren konnte, sind nun Geschichte“, sagt Engels lachend.

Schon am frühen Morgen hatten die Arbeiter die letzten Handgriffe getan und begonnen, die Markierungen nahe der Anschlussstelle Düren zu verändern. Polizei, Sicherheitsfirma und Landesbetrieb besprachen die letzten Details.

Dann fuhren die letzten Autos auf die alte Trasse, bevor die Polizei den Verkehr auf die neue Autobahn lenkte, die hinter der Anschlussstelle Elsdorf wieder auf die bestehende Trasse führt.

Auf der neuen A4 durften die ersten Fahrer aber keineswegs aufs Gaspedal drücken. „Die Autos mussten auf der neuen Strecke so langsam fahren, dass der Verkehr auf der alten Trasse komplett abgeflossen war“, erklärt Engels. Auch dort waren Polizeiautos im Einsatz. Hupend und winkend grüßten Lkw- und Autofahrer die Schaulustigen auf der Brücke.

Wenn sie genau hingeschaut haben, haben sie am Rand der Autobahn die „Bäume des Jahres“ von 1989 bis 2014 und die entsprechenden Hinweistafeln entdeckt und gesehen, dass die Brücken farblich gestaltet sind. Die Allee der Bäume des Jahres und die Gestaltung der Brücken sollen auf der langen Gerade dafür sorgen, dass die Autofahrer aufmerksam bleiben. „Sie machen aufmerksam, lenken aber nicht ab“, erklärt Engels. Es sei wissenschaftlich belegt, dass solche Elemente wichtig seien.

Am Samstag wird dann die Fahrtrichtung Aachen für den Verkehr freigegeben. Werner Engels wird die A4 aber noch nicht zu den Akten legen. Bei Kerpen stehen noch Bauarbeiten an und bei Ellen ist der Lärmschutz noch nicht fertiggestellt .

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