Kreis Düren - Politischer Aschermittwoch der CDA dreht sich um Wohungsbau

Politischer Aschermittwoch der CDA dreht sich um Wohungsbau

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Beim Politischen Aschermittwoch: CDU-Kreisvorsitzender Thomas Rachel MdB, Hauptredner Franz Corneth, Bezirksvorsitzender der CDA Mittelrhein, der Dürener CDA-Kreisvorsitzende Dr. Ralf Nolten und Karl-Albert Eßer, Bezirksvorsitzender der CDA im Bezirk Aachen (von links). Foto: Fred Schröder

Kreis Düren. Über fehlende politische Prominenz brauchte sich die Christlich Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) des Kreisverbandes Düren mit ihrem Vorsitzenden Ralf Nolten nicht zu beklagen. Dürens Bürgermeister Paul Larue ist ebenso wieder gekommen wie der CDU-Kreisvorsitzende Thomas Rachel MdB und die beiden Landtagsabgeordneten Rolf Seel und Josef Wirtz.

Die CDA hatte für das Thema des Abends „Knappheit bei den Mietwohnungen – droht uns eine neue Wohnungsnot für soziale Benachteiligte?“, den Vorsitzenden des Mietervereins Köln und CDA-Bezirksvorsitzenden Mittelrhein, Franz Xaver Corneth eingeladen.

Der Mieterverein Köln hat derzeit 67.000 Mitglieder und ist damit der drittgrößte Mieterverein in Deutschland. In Düren unterhält er eine eigene Geschäftsstelle. „Die Wohnung ist nach dem eigenen Körper und der Bekleidung die dritte Haut des Menschen und daher existenziell“, unterstrich der Referent die Bedeutung des Wohnens. Lange Zeit sei Wohnungsbau in Deutschland kein Thema mehr gewesen, doch dies habe sich vor rund zehn Jahren geändert. Vor allem im Rheinland gebe es in vielen Regionen eine sehr angespannte Wohnungssituation.

So fehlten um Beispiel in Köln bis zum Jahre 2020 rund 30.000 Wohnungen. Dieses Defizit könne nur durch erhöhte Anstrengungen gerade auch beim sozialen Wohnungsbau ausgeglichen werden. In anderen Regionen sei der Wohnungsmarkt aber deutlich entspannter.

Corneth forderte mehr Mittel für den sozialen Wohnungsbau, die politische Umsetzung der Mietpreisbremse, eine Anhebung des Wohngeldes, eine zügigere Bearbeitung von Bauanträgen und die Umsetzung des von Mieterverein und CDU vorgeschlagenen Baulandmodells, wonach sich bei Neuinvestitionen in den Wohnungsbau mindestens 30 Prozent der Mieten in einem sehr bezahlbaren Bereich aufhalten sollten. Deutlich kritisiert er verschiedene Maßnahmen zur Energieeinsparung. So führe zu viel Dämmung bei Sanierungsarbeiten oftmals zu schneller Schimmelbildung und sei daher kontraproduktiv.

Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel forderte in seinem Beitrag, dass die Bundesländer in puncto sozialem Wohnungsbau auch die Mittel abrufen sollten, die der Bund ihnen zur Verfügung stelle. Dies sei zuletzt bei einzelnen Ländern nicht der Fall gewesen. Zugleich versprach der Abgeordnete, dass die im Koalitionsvertrag verankerte Mietpreisbremse in bestimmten Regionen in naher Zukunft Gesetzesform erlangen werde, damit der Mieter dort noch bezahlbare Wohnungen vorfinde.

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