Pleußmühle: 300 weitere Plätze für eine bessere Akustik

Von: inla
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Hinter der Pleußmühe soll angebaut werden. Foto: inla

Düren. Es gibt Überlegungen, die Pleußmühle zu erweitern – und zwar um einen Saal, der rund 300 Besucher fassen soll.

Aus der ehemaligen Getreidemühle ist längst ein Kulturzentrum geworden, in dem im Jahr mehr als 120 Veranstaltungen angeboten werden: Es gibt Konzerte, Lesungen, kleinere Theaterstücke und Auftritte von Nachwuchs-Comedians. Die Veranstaltungen finden meist in einem Kellerraum statt, in dem für circa 120 Menschen Platz ist. Wenn jetzt ein Raum für 300 Besucher im Gespräch ist, hat das auch damit zu tun, dass dann gehobenes Schauspiel in der Pleußmühle möglich wäre.

Bisher findet das im Haus der Stadt statt. Dieter Powitz aber sagt, dass die Akustik im Theater bei Weitem nicht ausreiche, wenn hintere Bereiche des Saals erreicht werden sollen. Die Zuschauer könnten nur schlecht verfolgen, was auf der Bühne gesprochen werde, damit fehlten oft die Atmosphäre und Stimmung, die die Stücke aber eigentlich vermitteln würden. Technisch, etwa über besondere Mikrofonanlagen, sei das Problem nicht in den Griff zu bekommen, sagt der Leiter von Düren Kultur.

Wenn nun also die Pleußmühle mit einem Anbau versehen würde, der so gebaut ist, dass die Akustik stimmt, wäre das Problem gelöst. Das Projekt steht bereits im Masterplan der Stadt, allerdings in einer kleineren Variante. Vorgesehen ist ein Raum für 200 Besucher, die Kosten lägen bei 2,2 Millionen Euro. Der Anbau würde aus Städtebaufördermitteln mit 80 Prozent bezuschusst.

Wie teuer die größere Lösung wäre, ist heute noch unklar, weil die Planungen noch nicht so weit gediehen sind. Es gibt noch nicht einmal einen politischen Beschluss, aber immerhin Absichtserklärungen aus der Politik, die größere Lösung zu realisieren. „Das ist eine einmalige Chance“, sagt Verena Schloemer. Die Vorsitzende des Dürener Kulturausschusses und Grünen-Fraktionssprecherin kann sich aber auch vorstellen, dass der Raum nur 250 Besucher fasst.

Dass die Mehrkosten einer größeren Lösung auch aus dem Städtebauförderungsprogramm bezuschusst werden können, hält Dr. Harald Heinz zumindest für fraglich. Das ginge nur, wenn auf andere, von der Bedeutung als gleichrangig zu betrachtende Projekte im Masterplan verzichtet würde. Heinz ist Stadtplaner und hat den Masterplan verantwortlich erarbeitet. Grundsätzlich sieht er eine Erweiterung der Pleußmühle auf 300 Plätze positiv.

Auch Thomas Lüttgens sieht das so, wenngleich er darauf hinweist, dass „dann noch genau über die Betreiberfrage gesprochen werden muss“, was derzeit geschehe, sagt der künstlerische Leiter des Hauses. Für das kulturelle Programm in der Pleußmühle ist derzeit der Verein „Komm“, der sich aus dem Wort „Kommunikation“ ableitet, verantwortlich, für das kulturelle Programm der Stadt „Düren Kultur“. „Wenn wir eine gemeinsame Lösung finden, wäre das Projekt eine Supersache“, sagt Lüttgens.

Eine andere Frage ist, inwieweit der Anbau hinter der Pleußmühle mit Blick auf die räumlichen Möglichkeiten realisiert werden kann. Eine Machbarkeitsstudie sieht günstige Voraussetzungen. In der „Ampel“-Koalition stößt die Planung auf offene Ohren. „Wir halten einen Erweiterungsbau mit 300 Plätzen für sinnvoll“, sagt Sprecher Henner Schmidt. Dann stehen die Chancen nicht schlecht, dass es so kommt.

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