Platzwunde verhindert besseres Ergebnis für Dürener Boxring

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Beim Kampf von Marcel Heeg (blau) in der 60-Kilo-Klasse sehen die Zuschauer den ersten Sieg des Tages gegen Marburg. Foto: Rose
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Boxfreundschaft: Viktoria Boger (r.) herzt ihre Marburger Gegnerin nach dem Match.

Düren. In der Pause sagte Ernst Müller noch, dass der Topkampf des Tages noch anstünde und Jan Jopek vom Dürener Boxring gut vorbereitet sei. Das anschließende Duell stellte seine Prognose unter Beweis: Jopek lieferte sich gegen den Marburger Ali Güzel einen ausgeglichenen Kampf – der dann aber beim Stand von 3:3 abgebrochen wurde. Eine Platzwunde zierte Jopeks Kopf.

Bei der alljährlichen Box-Matinee auf der Annakirmes war es für die Dürener wohl die einzig unschöne Nachricht, wenn man das Fazit der Verantwortlichen einordnet.

Der Vergleich gegen den BC Marburg Hessen endete 12:12, auch im Vorjahr gingen die beiden befreundeten Vereine mit einem Remis aus dem Zelt. Andere Zahlen und Zitate waren Yvonne Müller, die Frau von Ernst Müller, aber ohnehin viel wichtiger. Zum Beispiel die 500 zahlenden Besucher, die das „Kirmesboxen“ ins Festzelt gelockt hat und „den Zeltwirt zufrieden gemacht haben“. Oder die Bitte vom Gästetrainer, doch zügig den Termin fürs kommende Jahr fixzumachen – es wäre dann die 24. Auflage.

Sportlich ansehnlich

„Und von den Boxkämpfen her war es schon die beste Veranstaltung der vergangenen Jahre“, legt Yvonne Müller nach. Zu dem Fazit beigetragen hat auch Marcel Heeg, der seinen Gegner Emre Yildirim in der 60-Kilo-Klasse in den drei Runden à zwei Minuten dominierte und mit 5:0 gewann. „Er hat gut geboxt, das hat mir gefallen“, lobte Ernst Müller den Kämpfer, der im vergangenen Jahr sein Debüt beim „Zuschauermagnet Kirmesboxen“ gefeiert und damals auch gewonnen hatte.

Die Qualität des Kampfes hätte man auch in Dezibel messen können: Im dritten Kampf des Tages war der Geräuschpegel bei den Faustwechseln doch deutlich höher als zuvor bei den beiden (Einlage-)Kämpfen der 30-Kilo-Jungs und den 58-Kilo-Mädchen – ohne die Leistung der vier Sportler schmälern zu wollen. Nach dem Duell der Mädchen zeigte sich auch bildlich, wie eng das Verhältnis der beiden Vereine ist: Viktoria Boger und Natalia Kosmala umarmten sich innig. Ernst Müller veranstaltet nicht nur aus diesen freundschaftlichen Bildern gerne Wettkämpfe mit den Hessen, bei denen der Boxring erst vor drei Wochen letztmalig zu Gast war: „Wir kämpfen gerne gegen den BC, weil er jede Klasse belegen kann.“

In den beiden höchsten Gewichtsklassen des Vergleichs holten die Dürener ein Remis und einen Sieg. Timur Biallass (91 Kilo) erkämpfte ein 3:3 und Petr Pancisin (96+ Kilo) ein 3:2. Pancisin ist kein Dürener Eigengewächs, sondern hat als Akteur von Köln-Kalk für die blaue Ecke der Dürener gekämpft. Auch in der 65-Kilo-Klasse trat ein externer Boxer für Düren an: Shaib Mirzay vom Bonner BC trennte sich 3:3 von seinem Kontrahenten.

Alle vier Vereine, die am letzten Kirmessonntag im Ring des Festzeltes standen, werden sich in weniger als einem Monat wiedersehen: Am 3. September fahren die Boxer aus Düren, Bonn und Kalk gemeinsam nach Marburg. Für die weiten Fahrten der Jugendboxer werden auch Teile der Tombola-Erlöse genutzt. „Das ist ein Zeichen der jahrelangen Freundschaft, die Gästetrainer und -boxer sind immer angetan von der Atmosphäre im Kirmeszelt“, sagt Yvonne Müller.

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