„Planet Jazz“ startet in die neue Spielzeit

Von: Gudrun Klinkhammer
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Oliver Mark (re.) und Henner Schmidt organisieren ehrenamtlich und mit großer Fachkenntnis die Konzertreihe „Planet Jazz“ in Düren. Foto: Gudrun Klinkhammer

Düren. Aus einer großen Liebe von zwei Männern zu ein und derselben Musik entwickelte sich in Düren eine ganze Konzertreihe, die inzwischen etabliert und weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt ist. Die Reihe trägt den Titel „Planet Jazz“, die nächste Saison startet am Samstag, 12. September.

Bei den beiden Männern handelt es sich um die Dürener Oliver Mark und Henner Schmidt. Oliver Mark (52) erinnert sich, dass eine Stevie-Wonder-Schallplatte vor vielen Jahrzehnten für ihn den Ausschlag gab: „Tatsächlich: Stevie Wonder baute mir eine Brücke zum Jazz.“ Seit 35 Jahren besucht der Musikliebhaber Jazzkonzerte und knüpfte viele Kontakte. Im Bürgerfunk EDR (Erster Dürener Rundfunkverein) bietet er seit vielen Jahren eine Radiosendung an, die er „Planet Jazz“ taufte, für Fachkundige ein echtes Geschenk.

Auch Henner Schmidt ist ein ausgewiesener Kenner der Szene. Seine Liebe zum Jazz begann mit den Beatles, die ihm den Weg zum Swing, zum Blues und zum Jazz-Rock ebneten. Der 66-Jährige sagt: „Eigentlich kann ich jede Musik hören, sie muss nur gut gemacht sein.“ Die Lebenseinstellung, die der Jazz beinhaltet, ist für die beiden Musikfreunde fast ebenso wichtig wie die Musik selber. Mark: „Bei Jazz geht es um freiheitliches Denken, um eine Art und Weise, die nicht den gängigen Normen entspricht und um Weltoffenheit.“ Ähnlich drückt sich Schmidt aus: „Jazz steht für Freiheit und Gerechtigkeit. Die Musik richtet sich gegen Rassendiskriminierung und ist hochpolitisch.“

2007 lernten sich die beiden Männer über ein Konzertprojekt in der Evangelischen Kirche in Düren kennen. Ein Jahr später kam die Idee auf, Jazzkonzerte in Düren zu organisieren. Zwar gab und gibt es die großen Jazztage einmal im Jahr, doch einen bereichernden und ergänzenden Kontrapunkt dagegen zu setzen war das Ansinnen von Mark und Schmidt. Beide kannten und schätzten damals die Aachener Sängerin Raffaela Renzulli, und sie war es auch, die den konzertanten Anfang lieferte.

Mark ließ daraufhin seine Kontakte spielen und schnell standen Konzerte mit Martin Sasse oder Pablo Held, beide längst in der Jazz-Bundesliga angekommen, auf dem Programm. Oliver Mark erklärt: „Das erste Konzert im Café International in Düren besuchten rund 70 Zuhörer.“

Bis zu 150 Besucher können die Veranstalter inzwischen pro Abend verzeichnen, 50 Personen davon sind treue Gäste und bilden einen Publikumsstamm. Mark: „Aufgrund meiner guten Kontakte kommen viele Musiker auch für kleines Geld, viele fragen inzwischen sogar an, ob sie in Düren spielen dürfen.“ Die Nähe zu Köln und zur dortigen Musikhochschule ist für die Veranstalter von großem Vorteil. Nach wie vor sehen Henner Schmidt und Oliver Mark „Planet Jazz“ als Ergänzung zu den Jazztagen in Düren. Damit gäbe es eine Art Rundumpaket.

Nicht ohne Stolz berichten die Beiden auch von den Konzerten in der Christuskirche, die sie gestalten und mit denen die Jazztage seit Jahren furios und auf Weltklasseniveau enden.

Als Begleitprogramm zu „Planet Jazz“ werden darüber hinaus immer wieder auch thematisch passende Ausstellungen von Fotos und Bildern angeboten.

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